Böllerexplosion mit Toten: Prozess in Graz begonnen

5. Oktober 2016, 11:00
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Vater und Sohn starben 2014 nach Detonation von 25 Kilogramm Blitzknallsätzen – Auftraggeber und acht weitere Personen angeklagt

Graz – Der Prozess nach einer Böllerexplosion mit zwei Toten im November 2014 in der Südoststeiermark hat am Mittwoch im Grazer Straflandesgericht begonnen. Fünf von neun Beschuldigten müssen sich zumindest bis Freitag wegen vorsätzlicher Gemeingefährdung verantworten.

Hauptangeklagt ist der 33-jährige Chef einer Pyrotechnik-Firma. Er soll die – illegale – Produktion von Sprengmitteln in Privathäusern aufgezogen und beauftragt haben. Zwei mit ihm befreundete Brüder waren im November 2014 in Kapfenstein mit der Herstellung beschäftigt. Am 17. November explodierten 25 Kilogramm Böller, der jüngere Bruder sowie der Vater, der sich in der Nähe befand, waren sofort tot. Der heute 35-jährige Bruder wurde leicht verletzt und muss nun vor das Schöffengericht, ebenso wie der Auftraggeber, zwei Händler und eine Hilfskraft.

Vier weitere Personen aus dem Umfeld der Böller-Hersteller sind wegen Falschaussage angeklagt. Der Prozess mit 33 Zeugen wurde für drei Tage anberaumt. (APA, 5.10.2016)

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