Irrtümlich Anzeigen gekauft: Google erließ Kind Riesenschulden

5. Oktober 2016, 10:50
80 Postings

Bub kaufte irrtümlich Anzeigen um 100.000 Euro

Der zwölfjährige Jose Javier musste tagelang zittern, bis endlich die Entwarnung kam: Der Internet-Konzern Google hat dem Buben aus dem südostspanischen Torrevieja Schulden in Höhe von gut 100.000 Euro erlassen. Er hatte als Benutzer von YouTube ohne es zu merken seit Anfang August Anzeigen gekauft, bis die hohe Summe zusammenkam.

Google annulliert

"Wir werden den ausstehenden Saldo annullieren", teilte Google in Madrid nun aber unter Hinweis auf die Altersbeschränkungen bei der Benutzung bestimmter Dienste mit. Jose Javier wollte ein berühmter YouTuber werden und hatte auf der Google-Videoplattform Aufnahmen seiner Musikband hochgeladen. Und eben auch (via AdWords) Anzeigen gekauft und dabei sein Sparkonto angegeben. "Er wusste nicht, was er tat. Er hat immer gedacht, dass er Geld verdient und nicht ausgibt", sagte Mutter Inma der Zeitung "El Pais" (Mittwochausgabe). Zu einem Freund habe sein Sohn gesagt, dass er bald reich werden und sich eine Luxusvilla kaufen würde.

Warnung der Bank

Erst als Ende September die Warnung der Bank kam, erfuhren die Eltern von den Aktivitäten von Jose Javier. Die arbeitslose dreifache Mutter, deren Ehemann sich als Straßenverkäufer durchschlagen muss, versicherte, sein Sohn habe nur seinen Namen und ein Bankkonto angeben müssen, um Anzeigen kaufen zu können. (APA, 5.10.2016)

  • Google will doch nicht 100.000 Euro von einem 12-Jährigen eintreiben
    foto: ap/brinon

    Google will doch nicht 100.000 Euro von einem 12-Jährigen eintreiben

Share if you care.