Zehntausende Syrer an Grenze zu Jordanien sollen Hilfe erhalten

5. Oktober 2016, 05:41
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Nach zwei Monaten Pause wieder Nahrungsmittellieferung per Kran über Erdwall

Amman – Nach zwei Monaten Pause sollen Zehntausende Flüchtlinge im Niemandsland zwischen Syrien und Jordanien erstmals wieder Nahrungsmittelhilfe erhalten. Wie am Dienstagabend am Rande des Besuches des deutschen Entwicklungsministers Gerd Müller (CSU) in Amman verlautete, sollen rund 80.000 Syrer, die hinter einem Erdwall an der syrisch-jordanischen Grenze in Zelten leben, am kommenden Wochenende wieder mit einem Kran Hilfsgüter bekommen.

Regierung hatte Durchfahrt gestoppt

Die Regierung in Amman hatte die Grenze im vergangenen Juni wegen Sicherheitsbedenken für syrische Flüchtlinge dicht gemacht und auch die Durchfahrt für Hilfslieferungen gestoppt, nachdem bei einem Selbstmordanschlag in dem Gebiet sieben jordanische Soldaten getötet worden waren. Zu dem Anschlag hatte sich die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekannt, die auch eines der beiden informellen Zeltlager infiltriert haben soll.

Seither waren nur einmal Anfang August Lebensmittel per Kran zu den Menschen in Rukban und Haladat gebracht worden. Wie viele Menschen aktuell in diesen "unsichtbaren Flüchtlingslagern" leben, wissen internationale Hilfsorganisationen nur von Satellitenbildern. Zu den Schwerpunkten deutscher Hilfe für syrische Flüchtlinge in Jordanien gehören Beschäftigungsprogramme, Bildung und Projekte im Bereich Wasserversorgung. (APA, dpa, 5.10.2016)

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