Großbritannien will Zuzug ausländischer Arbeitnehmer erschweren

4. Oktober 2016, 16:56
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Regierung: Mehr Jobs sollen an Briten vergeben werden

London/Birmingham – Die britische Regierung will den Zuzug ausländischer Arbeitnehmer deutlich erschweren. "Wir werden schon bald mit den Beratungen über die nächsten Schritte beginnen, die zur Kontrolle der Einwanderung notwendig sind", kündigte Innenministerin Amber Rudd am Dienstag auf einer Konferenz ihrer Konservativen Partei (Tories) in Birmingham an.

"Dazu gehört, dass wir prüfen, ob wir den Test verschärfen sollen, den Unternehmen vor der Rekrutierung im Ausland machen müssen," führte Rudd aus. Damit solle sichergestellt werden, dass bei einem Zuzug Lücken auf dem britischen Arbeitsmarkt gefüllt werden, "und nicht Jobs vergeben werden, die auch Briten übernehmen können".

Pfund sackt ab

Die Ankündigung über den Fahrplan zum Brexit hat die britische Währung unterdessen in die Knie gehen zu lassen. Seit die britische Premierministerin Theresa May am Sonntag angekündigt hat, dass es mit den Verhandlungen über den Austritt Großbritannien aus der EU im März 2017 beginnen wird, ist das Pfund auf Talfahrt. Am Dienstag ist das britische Pfund bis auf 1,2759 Dollar abgesackt. Das ist ein Minus von mehr als 0,5 Prozent gegenüber dem Beginn der Woche.

Insgesamt hat das Pfund seit dem Referendum im Juni um 15 Prozent gegenüber dem Euro nachgegeben. "Das ist schon eine massive Bewegung", analysiert Horst Simbürger, Aktien- und Rentenchef von Union Investment Österreich. (Reuters, APA, red, 4.10.2016)

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