Studiengebühren: ÖH Innsbruck verärgert über Rektor

4. Oktober 2016, 15:03
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Leiter der Innsbrucker Uni hatte Gebühren gefordert – das findet die Hochschülerschaft "nicht nachvollziehbar"

Innsbruck – Wegen seiner Aussagen zu Studiengebühren ist der Rektor der Leopold-Franzens-Universität, Tilmann Märk, nun von der Innsbrucker Hochschülerschaft kritisiert worden. Dass der Rektor zu Beginn des Wintersemesters 2016/17 die Einführung von sozial verträglichen Studiengebühren fordere, sei nicht nachvollziehbar, teilte der ÖH-Vorsitzende Benjamin Walch (AG) am Dienstag in einer Aussendung mit.

Unfairer Vergleich

Der Zugang zum Bildungssystem müsse frei bleiben, forderte Walch. Der oft herangezogene Vergleich österreichischer Unis mit ausländischen Unis, an denen Studiengebühren eingehoben werden, lasse außer Acht, dass diese Unis oft nicht staatlich, sondern privat finanziert werden. Das österreichische Bildungssystem beruhe hingegen auf einer Kreislauffinanzierung. Dabei werden Steuerbeiträge von Absolventen dazu verwendet, Ausbildungskosten der nächsten Generation zu tragen, so die ÖH.

"Bevor Studiengebühren diskutiert werden, müssen die Regierung und vor allem das Wissenschaftsministerium dem festgelegtem Ziel von zwei Prozent des BIP für den Hochschulsektor nachkommen", erklärte der ÖH-Vorsitzende. Studiengebühren hätten sich zwar tatsächlich in einigen Ländern positiv auf die Qualität der Lehre ausgewirkt, würden jedoch die Gefahr bergen, Studieren unleistbar zu machen und dadurch gesellschaftliche Ungleichheiten festzuschreiben. (APA, 4.10.2016)

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