Parfumtest: L'Envole von Cartier

Test12. Oktober 2016, 08:49
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Honig, Guajakholz, Moschus und Patschuli

Sich dem Ruch auszusetzen, der neue Duft könnte allzu flüchtig sein, quasi ein Lercherlwind, erfordert Mut. Cartier wagt es der Geschichte zuliebe, soll doch L'Envole, also "Abflug", auch an Alberto Santos Dumont erinnern, einen Flugpionier und Freund der Familie. Der Frankobrasilianer ließ sich zwar zumeist eher den Geruch von Flugbenzin als jenen von Honig, Guajakholz, Moschus und Patschuli um die Nase wehen, war aber zweifellos so abenteuerlustig wie ...

Nein, Abenteuerlust ist auch keine Voraussetzung, um L'Envole aufzulegen. Da hat man sich in einen Wirbel geworben. Der Duft ist akzeptabel nachhaltig und erinnert gar nicht an Survivalstar Bear Grylls in einer Ausnahmesituation. Bleibt noch der wiederbefüllbare Flakon in der Glasglocke, ein Hingucker, den der Hinriecher nicht bräuchte, denn L'Envole geht gut unter die Nase. (Sigi Lützow, RONDO, 12.10.2016)

  • Cartier: L'Envole, Eau de Parfum, 100 ml, 116,- Euro
    foto: hersteller

    Cartier: L'Envole, Eau de Parfum, 100 ml, 116,- Euro

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