Die Physik-Nobelpreisträger der vergangenen zehn Jahre

4. Oktober 2016, 12:45
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Stockholm/Wien – Die Nobelpreisträger für Physik der vergangenen zehn Jahre und die Begründung:

2006: John C. Mather (USA) und George F. Smoot (USA) für den Nachweis winziger Temperaturschwankungen in der kosmischen Hintergrundstrahlung, dem "Echo des Urknalls".

2007: Peter Grünberg (Deutschland) und Albert Fert (Frankreich) für die 1988 erfolgte Entdeckung eines völlig neuen physikalischen Effekts, den sogenannten GMR- oder Riesenmagnetowiderstands-Effekt.

2008: Makoto Kobayashi (Japan), Toshihide Maskawa (Japan) und Yoichiro Nambu (USA) für die Entdeckung des Mechanismus der spontanen Symmetriebrechung in der subatomaren Physik und des Ursprungs dieses Phänomens, das die Existenz von mindestens drei Quark-Familien vorhersagt.

2009: Charles Kao (USA/Großbritannien) für seine bahnbrechenden Leistungen auf dem Gebiet der Lichtleitung mittels Glasfaserkabeln zur optischen Kommunikation sowie Willard Boyle (USA/Kanada) und George Smith (USA) für die Erfindung des CCD-Sensors.

2010: Andre Geim (Russland/Großbritannien) und Konstantin Novoselow (Russland/Großbritannien) für bahnbrechende Experimente mit dem zweidimensionalen Material Graphen.

2011: Saul Perlmutter (USA), Brian P. Schmidt (Australien) und Adam G. Riess (USA) für die Entdeckung der beschleunigten Expansion des Universums durch Beobachtung von weit entfernten Supernovae.

2012: Serge Haroche (Frankreich) und David Wineland (USA) für die Entwicklung bahnbrechender experimenteller Methoden, die es ermöglichen, einzelne Quantensysteme zu messen und zu manipulieren.

2013: Francois Englert (Belgien) und Peter Higgs (Großbritannien) für die theoretische Entdeckung eines Mechanismus, der zum Verständnis des Ursprungs der Masse subatomarer Teilchen beiträgt, der durch die Entdeckung des vorhergesagten Elementarteilchens, das Higgs-Teilchen, bestätigt wurde.

2014: Isamu Akasaki (Japan), Hiroshi Amano (Japan) und Shuji Nakamura (USA/Japan) für die Entwicklung von effizienten blauleuchtenden Dioden, die helle, energiesparende weiße Lichtquellen ermöglicht haben.

2015: Takaaki Kajita (Japan) und Arthur McDonald (Kanada) für die Entdeckung von Neutrinooszillationen, die zeigen, dass Neutrinos eine Masse haben. (APA, 4. 10. 2016)

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