Geldstrafe für Spieler: Belgisches Dorf verbietet "Pokémon Go"

12. Oktober 2016, 13:59
23 Postings

Nach Den Haag gibt es in einem belgischen Dorf ein temporäres Spieleverbot – Geldstrafen wegen Ruhestörung verhängt

"Pokémon Go" und Niantic handeln sich eine Klage nach der anderen ein. Nachdem Den Haag naturgeschützte Sanddünen per Verbot vor den Monstersammlern zu schützen versucht, hat nun ein winziges Dörfchen in Belgien ein temporäres Spieleverbot verhängt, um die Ruhe der Anrainer zu bewahren.

Seltene Pokémon locken an

Zwischen 22 Uhr und 7 Uhr darf im belgischen Örtchen nahe Antwerpen nicht mehr nach den virtuellen Viechern gesucht werden. Der 35-Seelen-Ort wird seit dem Release von "Pokémon Go" täglich von hunderten Spielern heimgesucht. Grund ist das lokale Erscheinen von seltenen Pokémon wie Pikachu, Amonitas oder Dragoran.

Die temporäre Sperre gelte bis Ende des Jahres, wird aber konsequent durchgesetzt. Ein User auf Reddit wurde von der Polizei erwischt und höflich gebeten, das Spielen zu unterlassen. Geldstrafen sollen ebenso wegen Ruhestörung verhängt werden. Aufgestellte Hinweistafeln in der Umgebung des Dorfes weisen laut Reddit auf das Verbot für die Monsterjäger hin.

Nicht das erste Verbot

Das ist nicht das erste Verbot der Augmented Reality-App. Erst letzte Woche hat Den Haag "Pokémon Go" verboten und Entwickler Niantic verklagt. Tausende Spieler tummelten sich auf Sanddünen, die unter Naturschutz stehen. Die Stadt befürchtete eine rapide Zerstörung des Naturgebietes und setzte ein zeitlich eingeschränktes "Pokémon Go"-Verbot um. (rec, 12.10.2016)

  • "Pokémon Go" wird mancherorts verboten.
    foto: reuters

    "Pokémon Go" wird mancherorts verboten.

Share if you care.