Pfund auf tiefstem Stand seit drei Monaten

4. Oktober 2016, 08:20
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Börsianer fürchten "harten Brexit"

Frankfurt – Auf den Devisenmarkt ist die Brexit-Angst zurückgekehrt. Die Ankündigung von Premierministerin Theresa May, Großbritannien werde spätestens Ende März den Antrag zum EU-Austritt stellen, brachte das Pfund Sterling unter Druck. Es verlor am Dienstag zeitweise 0,2 Prozent auf 1,2814 Dollar und hielt sich damit nur noch knapp über seinem im Juli erreichten Tief von 1,2796 Dollar. Am 23. Juni hatten die Briten in einer Volksabstimmung mit knapper Mehrheit dafür gestimmt, aus der EU auszutreten. Das hatte zu einem Kurssturz beim Pfund geführt.

Unter Börsianer schürten Mays Pläne die Ängste vor einem "harten" Brexit. "Für Unsicherheit unter Investoren sorgt vor allem das feste Bekenntnis der britischen Regierung, bei den Austrittsverhandlungen auf eine Beschränkung der Zuwanderung zu bestehen", schrieben die Experten der Commerzbank in einem Kurzkommentar. Dies werde kaum ohne wirtschaftlichen Folgen bleiben und damit einen Einfluss darauf haben, wie attraktiv Anlagen in das Pfund Sterling künftig seien. "Solange sich in dieser Frage keine gütliche Einigung abzeichnet, bleibt das Pfund unter Druck." (Reuters, 4.10.2016)

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