FPÖ-Politiker bleibt nach Alko-Fahrt im Landtag

3. Oktober 2016, 15:27
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Königsberger verliert die Agenden für Sicherheit, darf aber Seniorensprecher bleiben. ÖVP-Bundesrat Köck, der ebenfalls alkoholisiert Auto gefahren ist, hat vorerst mit keinen politischen Konsequenzen zu rechnen

St. Pölten – Keinen Rücktritt, aber einige Rochaden im niederösterreichischen Landtagsklub hat die Autofahrt unter Alkoholeinfluss des freiheitlichen Landtagsabgeordneten Erich Königsberger zur Folge. Königsberger verlor seinen Führerschein und musste am Montag auch sein Amt als Sicherheitssprecher abgeben. Das hat der Klub der niederösterreichischen FPÖ beschlossen. Vorerst keine politischen Konsequenzen gibt es für ÖVP-Bundesrat Eduard Köck, der ebenfalls alkoholisiert Auto gefahren war und von der Polizei erwischt wurde.

Neuer Sicherheitssprecher der FPÖ in Niederösterreich ist seit Montag FPÖ-Klubobmann Gottfried Waldhäusl. Der Abgeordnete Martin Huber übernehme die Agenden des Verkehrssprechers, hieß es in einer Aussendung. Seniorensprecher darf Königsberger jedoch bleiben. Der Abgeordnete ist selbst Polizeibeamter, seit 2008 im Landtag und auch in der Bundesparteileitung vertreten. Auch sein Amt als Klubobmannstellvertreter behält Königsberger.

Keine Konsequenzen aufseiten der ÖVP

Keine politischen Konsequenzen dürfte es für Bundesrat Köck geben, der auch Bürgermeister von Thaya im Bezirk Waidhofen ist. Auch er musste seinen Führerschein abgeben. ÖVP-Landesgeschäftsführer Bernhard Ebner hat am Freitag lediglich mitgeteilt, dass das Verhalten Köcks "zutiefst bedauerlich" und "ein schwerer Fehler seinerseits" sei. Köck werde dafür "persönlich geradestehen" müssen.

Den Aussagen des Landesgeschäftsführers sei nichts weiter hinzuzufügen, hieß es dazu aus der Landesparteizentrale am Montag zum STANDARD. Köck müsse auch die rechtlichen Konsequenzen tragen, sonst seien keine Schritte geplant. Schließlich seien auch die Folgen für Königsberger nur symbolischer Natur, da er ja im Landtag bleibe. (red, 3.10.2016)

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