US-Golfer brechen Bann, Sieg gegen Europa

2. Oktober 2016, 23:28
28 Postings

Gastgeber beim 41. Kontinentalvergleich uneinholbar voran, Europäern geht vierter Sieg in Folge durch die Lappen

Chaska – Der Traum von Europas Golfern von einer erfolgreichen Titelverteidigung beim 41. Ryder Cup ist geplatzt. Ryan Moore verbuchte am Sonntag im Hazeltine National Golf Club von Chaska/Minnesota den entscheidenden Punkt für die USA – nach drei bitteren Pleiten hintereinander war der ersehnte Triumph über die Europäer geschafft.

Moore besiegte im Einzelmatch Lee Westwood aus England mit 1 auf. Der Gastgeber, der angesichts seiner zahlreichen Top-Leute als haushoher Favorit in den prestigeträchtigen Kontinentalvergleich gegangen war, konnte in den noch ausstehenden drei Partien beim Zwischenstand von 15:10 nicht mehr eingeholt werden.

Dabei hätten der europäischen Mannschaft als Titelverteidiger zum erneuten Erfolg schon ein Remis mit 14 der insgesamt 28 vergebenen Punkte genügt. Nach umstrittenen Nominierungen im Vorfeld und fragwürdigen Aufstellungen am Samstag war allerdings die Hypothek zu groß, mit der die zwölf Schützlinge von Kapitän Darren Clarke in den Schlusstag gestartet waren.

6,5:9:5 lautete der Zwischenstand nach jeweils acht Foursomes und Fourballs an den ersten beiden Tagen. In den Vierern, die für die Europäer vor zwei Jahren im schottischen Gleneagles noch die Basis für den Erfolg gewesen waren, boten die Gäste in diesem Jahr allerdings nur punktuell ihr bestes Golf an. Einzig Nordirlands Superstar Rory McIlroy glänzte als sicherer Punktelieferant, die Neulinge Thomas Pieters (Belgien) und Rafa Cabrera Bello (Spanien) spielten mutig und forsch. Aber sonst?

In den Einzeln verkürzten die Europäer zwar zwischenzeitlich auf 9,5:10,5, doch Moore machte für das US-Team alles klar. (sid, red, 2.10. 2016)

  • Ryan Moore brachte das US-Team über die Ziellinie.
    foto: apa/afp/getty images/le

    Ryan Moore brachte das US-Team über die Ziellinie.

Share if you care.