Rapid kassiert in Ried den nächsten Dämpfer

2. Oktober 2016, 18:30
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Die Hütteldorfer gehen im Innviertel mit 2:4 unter und kommen in fremden Stadien weiter nicht in die Gänge

Ried – Für Rapid hat es am Sonntag den nächsten Rückschlag gesetzt. Die Hütteldorfer verloren in der zehnten Bundesliga-Runde in Ried 2:4 (1:3), sind damit seit drei Spielen sieglos und liegen als Tabellenvierter schon neun Punkte hinter Spitzenreiter Sturm Graz.

Mathias Honsak (6.), Peter Zulj (23.), Thomas Reifeltshammer (40.) und Ex-Rapidler Stefan Nutz (65.) erzielten die Tore für die Gastgeber. Stefan Schwab (26., 90.) sorgte für die Ehrentreffer der Grün-Weißen, die weiterhin auf den ersten Auswärtssieg warten müssen.

Roter Faden der Hilflosigkeit

Das Unheil nahm für die Grün-Weißen schon früh seinen Lauf. Nach einem Fehler von Srdan Grahovac kam der Ball über Zulj und Orhan Ademi zu Honsak, der nach etwas mehr als fünf Minuten ins lange Eck traf. Rapid präsentierte sich danach planlos im Offensivspiel und immer wieder fehleranfällig – zudem fehlte drei Tage nach dem 0:1 in der Europa League bei Athletic Bilbao die nötige Spritzigkeit.

Mit dem jüngsten Kräfteverschleiß war es aber nicht zu erklären, dass sich Grahovac in der 24. Minute seinen nächsten leichten Ballverlust erlaubte. Zulj schnappte sich das Kunstleder und zog aus rund 20 Metern ab, nach einer missglückten Abwehr von Goalie Richard Strebinger sprang der Ball zum 2:0 für Ried über die Linie.

Zwei Minuten später durfte Rapid wieder Hoffnung schöpfen. Schwab erzielte mit einem prächtigen Schuss aus rund 30 Metern den Anschlusstreffer und läutete mit dem 1.000. Gegentor der Rieder im Oberhaus eine halbwegs starke Phase der Gäste ein. In den darauffolgenden Minuten übte Rapid Druck aus, große Chancen blieben jedoch aus. Am gefährlichsten wurde es noch in der 28. Minute, als ein Kopfball von Joelinton aus guter Position deutlich das Tor verfehlte.

Bald aber war es mit dem Strohfeuer wieder vorbei. Rapid fiel wieder in alte Muster zurück und kassierte noch vor der Pause das vorentscheidende 1:3. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte fühlte sich nach einem kurz abgespielten Eckball niemand für Reifeltshammer zuständig und der Innenverteidiger war ohne Probleme per Kopf erfolgreich.

Mocinic wandelt am Ausschluss, Nutz entscheidet

Nach dem Seitenwechsel brachte Trainer Mike Büskens Ivan Mocinic für Grahovac – und hatte Glück, dass sich der Kroate nicht schon nach wenigen Minuten wieder in die Kabine verabschiedete. Zunächst sah Mocinic nach einer rüden Attacke gegen Nutz die Gelbe Karte, in der 58. Minute ließ Schiedsrichter Rene Eisner Gnade vor Recht ergehen, als der Mittelfeldspieler ein absichtliches Handspiel beging.

Die Rieder Empörung war spätestens in der 65. Minute vergessen: Nach einem Konter flankte Honsak zur Mitte, Nutz köpfelte aufs Schienbein von Christopher Dibon, von wo der Ball den Weg ins Tor fand. Danach konnte Rapid nicht mehr zulegen, betrieb durch Schwab (90.) lediglich Resultatskosmetik und ging verdient als Verlierer vom Platz – in der Liga erstmals seit dem 0:1 in Altach am 31. Juli.

Zu allem Überfluss verlor man auch noch Steffen Hofmann in der 23. Minute wegen einer Adduktorenverletzung. Die Rieder wiederum, zum Ligaauftakt auswärts gegen Rapid noch 0:5 unterlegen, holten aus den jüngsten fünf Runden elf Punkte. (APA, 2.1. 2016)

Bundesliga, 10. Runde, Sonntag

SV Ried – SK Rapid Wien 4:2 (3:1)
Keine-Sorgen-Arena, 5.200 Zuschauer, SR Eisner

Torfolge:
1:0 ( 6.) Honsak
2:0 (24.) Zulj
2:1 (26.) Schwab
3:1 (40.) Reifeltshammer
4:1 (65.) S. Nutz
4:2 (90.) Schwab

Ried: Gebauer – Hart, Reifeltshammer, Özdemir, Chessa – Zulj, Prada – Walch (81. Bergmann), S. Nutz (70. Elsneg), Honsak – Ademi (70. Fröschl)

Rapid: Strebinger – Pavelic, Schößwendter, Dibon, Schrammel – Grahovac (46. Mocinic), Schwab – Schaub, S. Hofmann (23. Szanto), Murg (69. Kvilitaia) – Joelinton

Gelbe Karten: Chessa, Elsneg bzw. Mocinic, Pavelic

  • Auch in Ried ist für Rapid nichts zu holen.
    foto: apa/expa/roland hackl

    Auch in Ried ist für Rapid nichts zu holen.

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