Freiheitliche in Angst

Einserkastl2. Oktober 2016, 17:10
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Die Freiheitlichen fürchten sich. Eine Gruppentherapie oder eine Umbenennung der Partei wäre empfehlenswert

Ach ja, unsere Freiheitlichen. Empfindsam wie eine Herde Zicklein, wenn es um sie selbst geht, hingegen immer recht beherzt beim Hindreschen auf andere. Und stets verfolgt wie niemand sonst!

Zwei Neueingänge aus der Verfolgungschronik der vergangenen Tage: erstens große blaue Sorge wegen der Äußerung eines Richters am VfGH (auch wenn dieser dem Kandidaten mit dem Pinkafelder Dackelblick eine zweite Chance auf den Bundespräsidenten erst ermöglicht hat). Sodann panische blaue Angst wegen eines anonymen Rappers mit Namen "Gauna". Der hat ein Video ins Netz gestellt, in welchem er, burkaähnlich vermummt, angeblich Morddrohungen gegen Norbert Hofer unter seiner Maske hervormümmelt. Die halb dubiose, halb unverständliche Performance mit einer Zugriffsrate von deutlich unter tausend hätte man getrost links liegen lassen können, aber nein, bei der FPÖ muss gleich Chefkommunikator Kickl ausrücken und Zeter und Mordio schreien ("Fassungslos ... Aufruf zu massiver Gewalt gegen FPÖ-Politiker" usf.).

Die Freiheitlichen sind in Angst. Es muss etwas geschehen, damit sie nicht restlos zur Memmenpartei degenerieren. Eine Gruppentherapie bei einem guten Traumatherapeuten zum Beispiel. Die Umbenennung der Partei in "Furchtsame Paranoiker Österreichs". Oder, im Extremfall, sollte dies alles nichts nützen: Geht doch nach Russland, wenn es euch hier nicht passt. (Christoph Winder, 3.10.2016)

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