Nächtlicher Großeinsatz in Wien nach "Allahu Akbar"-Rufen

2. Oktober 2016, 12:05
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Ein 22-Jähriger soll in Floridsdorf "arabische Parolen" gebrüllt und mit einer Bombe gedroht haben

Wien – "Allahu Akbar"-Rufe und eine Bombendrohung eines – wie sich herausstellte, offenbar verwirrten – 22-Jährigen haben in der Nacht auf Sonntag einen Großeinsatz in Wien-Floridsdorf ausgelöst. Die Polizei rückte mit Diensthunden und Kräften von Wega, Cobra, Bereitschaftseinheit und aus dem Bezirk an, auch der Katastrophenzug der Berufsrettung und die Feuerwehr fuhren vorsorglich aus.

Wie viele Einsatzkräfte ab 1.40 Uhr in der Prager Straße versammelt waren, konnte Polizeisprecher Christoph Pölzl am Sonntag nicht beziffern. Ausgelöst hatte den Aufruhr ein Ägypter, der aus einer Wohnung "arabische Parolen" brüllte und mit einer Bombe drohte. Ein Passant hörte das, ging weiter, verständigte aber die Polizei. Als ein Streifenwagen vorfuhr, schrie der Mann noch immer und wiederholte auch die Drohung mit der Bombe.

Psychische Erkrankung möglich

"Das Mehrparteienhaus wurde nach entsprechender Gefahrenerforschung evakuiert und die Prager Straße zwischen der Galvanigasse und der O'Brien-Gasse vorübergehend gesperrt", schilderte Pölzl. "Vorsorglich wurden auch Kräfte der Wiener Rettung und der Feuerwehr angefordert."

Kurz vor 5 Uhr sei es der Verhandlungsgruppe der Polizei gelungen, Kontakt zu dem Mann aufzunehmen, der sich nach der Brüllerei in seine Wohnung zurückgezogen hatte. Er habe freiwillig die Tür geöffnet und sei von der Sondereinheit Cobra festgenommen worden, hieß es. Ein Sprengstoffexperte durchsuchte die Wohnung, gefunden wurde nichts, woraufhin gegen 5.30 Uhr sämtliche Sperren aufgehoben wurden. "Nach amtsärztlicher Untersuchung wurde der Mann aufgrund einer mutmaßlichen psychischen Erkrankung in eine Krankenanstalt gebracht", sagte der Sprecher. (APA, 2.10.2016)

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