Kongos Wahlkommission will Präsidentenwahl auf 2018 verschieben

1. Oktober 2016, 19:15
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Joseph Kabilas Amtszeit endet offiziell am 19. Dezember

Beni – Die Wahlkommission im Kongo will die Präsidentenwahl von diesem November auf Dezember 2018 verschieben. Nach Abschluss der Wählerregistrierung am 31. Juli 2017 benötige die Kommission (CENI) 504 Tage, um die Präsidentenwahl zu organisieren, teilte das Büro des Vorsitzenden Corneille Nangaa am Samstag mit.

Präsident Joseph Kabilas Amtszeit endet offiziell am 19. Dezember. Er kann sich gemäß der Verfassung nicht um ein drittes Mandat bewerben. Oppositionelle sehen in der Verschiebung der Wahl eine Versuch Kabilas, seine Amtszeit an der Verfassung vorbei zu verlängern.

Die USA, die EU und andere Geber fordern Kabila seit Monaten auf, keine dritte Amtszeit anzustreben und eine geregelte Wahl zu garantieren. Ende Juni hatte Kabila eine planmäßige Durchführung der Wahl noch in diesem Jahr versprochen.

Bei Protesten der Opposition sind bei gewalttätigen Zusammenstößen mit Sicherheitskräften in den vergangenen Wochen mindestens 49 Menschen getötet worden. (APA, dpa, 1.10.2016)

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