Hypo Italien: Friauls Präsidentin attackiert Eigentümer

1. Oktober 2016, 11:36
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Italienische Regionalpolitikerin wirft Bankmanagement "Arroganz" bei Umgang mit Kündigungen vor

Udine/Wien/Klagenfurt – Debora Serracchiani, die Präsidentin der Region Friaul-JulischVenetien, in der die Ex-Hypo-Italien-Tochter HBI ihren Sitz hat, wirft den österreichischen Eigentümern der Bank "Arroganz" vor. Sie reagierte damit am Freitagabend auf den Beschluss des Managements der Bank, die Region Friaul nicht zu Gesprächen mit den Gewerkschaften über die geplante Kündigung von 110 der 280 Mitarbeiter zuzulassen.

"Die Regierung Friaul ist interessiert, eine Vermittlerrolle zu spielen, um die negativen Auswirkungen auf die Beschäftigung und auf die Wirtschaft Friauls zu reduzieren", sagte die Politikerin in einer Presseaussendung. Serracchiani bemüht sich schon seit Monaten um den Erhalt der Jobs bei der HBI, die ihr Hauptquartier in Udine hat. Anfang September hatte die Bank die Kündigung von 110 der 280 Mitarbeiter des Geldhauses angekündigt.

Auf den Ausschluss reagierte auch das Industrieministerium in Rom mit Unverständnis. Das Ministerium sprach von einem "unbegreiflichem Versuch, die Vermittlungsrolle der Institutionen zu delegitimieren", hieß es in einer Erklärung. (APA, 1.10.2016)

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