US-Verteidigungsminister Carter kritisiert Dutertes Hitler-Vergleich

1. Oktober 2016, 08:23
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Pentagonchef: Äußerungen des Philippiners zutiefst verstörend

Manila/Washington – US-Verteidigungsminister Ashton Carter hat die jüngsten verbalen Entgleisungen des philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte kritisiert. Er halte den Vergleich des Anti-Drogen-Kampfes auf den Philippinen mit dem NS-Massenmord an den Juden für "zutiefst verstörend", sagte Carter am Freitag.

Der Pentagonchef äußerte sich am Rande eines Treffens mit Verteidigungsministern Südostasiens, an dem auch die Philippinen teilnahmen. Duterte hatte zuvor vor Journalisten gesagt, Hitler habe "drei Millionen Juden massakriert". Derzeit gebe es drei Millionen Drogenabhängige auf den Philippinen, fuhr Duterte fort. "Ich wäre froh, sie abzuschlachten." Statt von sechs Millionen Juden, die von den Nazis ermordet worden waren, sprach der 71-jährige Staatschef dabei von drei Millionen Todesopfern.

Carter sagte zu dem Vorfall, über die Äußerungen Dutertes sei bei dem Treffen nicht diskutiert worden. Der philippinische Staatschef führt einen entschlossenen Kampf gegen Drogenkriminelle in seinem Land und wird dafür international scharf kritisiert. In der Vergangenheit fiel er auch immer wieder mit Beleidigungen ausländischer Politiker auf. (APA, 1.10.2016)

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