Sieg gegen Augsburg, RB Leipzig bricht Rekord

30. September 2016, 22:54
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Hasenhüttl-Team als erster Aufsteiger auch nach sechs Runden noch ungeschlagen – Hinteregger nach kritischen Äußerungen ausgepriffen

Leipzig – Aufsteiger RB Leipzig sorgt in der Fußball-Bundesliga weiter für Furore. Das Überraschungsteam von Trainer Ralph Hasenhüttl gewann sein Heimspiel am Freitagabend gegen den FC Augsburg verdient mit 2:1 (1:1) und sorgte damit für einen Rekord. Zum ersten Mal seit Gründungsmitglied 1. FC Köln 1963 blieb ein Bundesliga-Neuling in seiner Premierensaison in den ersten sechs Saisonspielen ungeschlagen.

Außerdem kletterte RB zumindest für 19 Stunden auf den dritten Tabellenplatz. Der starke Emil Forsberg hatte die "Bullen" in der 11. Minute mit dem 500. Pflichtspieltor der noch jungen Klubgeschichte in Führung gebracht. Nur drei Minuten später gelang Dong-Won Ji mit einem sehenswerten Schlenzer der Ausgleich für den FCA. Stürmer Yussuf Poulsen sorgte kurz nach dem Seitenwechsel für das 2:1 (52.).

Schwerer Abend für Hinteregger

In der mit 35.721 Zuschauern gefüllten WM-Arena blieb der Gästeblock fast unbesetzt. Der Grund: Die Augsburger Fanszene hatte im Vorfeld zu einem Boykott des Spiels aufgerufen. Augsburgs Innenverteidiger Martin Hinteregger wurde bei jedem Ballkontakt von den Leipziger Anhängern ausgepfiffen. Der Ex-Salzburger hatte im Vorfeld die Verantwortlichen des Gegners scharf kritisiert, weil Leipzig Österreichs Meister mit Spielertransfers erheblich schwächen würde.

RB-Trainer Ralph Hasenhüttl tauschte seine Startelf im Vergleich zum 1:1 beim 1. FC Köln gleich auf fünf Positionen. Unter anderem durften Poulsen und Timo Werner wieder gemeinsam im Sturm auflaufen, doch in den Anfangsminuten war Forsberg der auffälligste Mann. Der schwedische Nationalspieler war an fast allen gefährlichen Aktionen der Gastgeber beteiligt, das 1:0 schoss er sogar selbst. Allerdings machte Augsburg-Torhüter Marwin Hitz bei dem Gegentreffer eine unglückliche Figur.

Der Rückstand schockte die Gäste zunächst kaum. Nach dem schnellen Ausgleich zog sich Augsburg, das ohne den an der Schulter verletzten Stürmer Raúl Bobadilla antrat, wieder weiter in die eigene Hälfte zurück. Das wäre beinahe bestraft worden, als Werner zunächst per Kopf nur die Latte traf (25.) und später an Hitz scheiterte (43.).

Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Hausherren nochmals den Druck. Nachdem Marcel Sabitzer knapp am 2:1 gescheitert war, machte es Poulsen vier Minuten später besser. Mit der erneuten Führung im Rücken suchten die Leipziger die Vorentscheidung, sie spielten ihre guten Konter aber oft zu überhastet aus oder scheiterten im Abschluss.

"Wir sind nicht satt"

Hasenhüttl: "Uns ging es nach der Führung zu gut, deswegen haben wir zurecht den Ausgleich kassiert. Dann musst du einen Gang höherschalten. Fußballerisch haben wir die ersten 15 Minuten nach der Halbzeit richtig Gas gegeben. Wir hätten das Spiel früher entscheiden müssen, aber wenn man das dritte Tor nicht macht, bleibt das Spiel immer offen. Es ist schön zu sehen, dass wir so gut reinkommen in die Liga. Wir sind nicht satt, bleiben hungrig. Wir wissen, dass wir noch viel lernen müssen, aber diese junge Mannschaft ist unglaublich lernwillig." (sid, red, 30.9. 2016)

  • Hat leicht Lachen: Ralph Hasenhüttl.
    foto: ap/meyer

    Hat leicht Lachen: Ralph Hasenhüttl.

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