Daxbachers Wiedersehen mit der Austria

30. September 2016, 15:43
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St. Pölten will gegen Austria Aufwärtstrend fortsetzen – Ex-Violetter: "Wäre wichtig, dass wir drei Punkte machen"

Wien/St. Pölten – Ein Spiel bei der Wiener Austria ist für St. Pölten-Trainer Karl Daxbacher noch immer etwas besonderes. Am Sonntag (19.00 Uhr) blendet der 63-Jährige seine violette Vergangenheit aber für 90 Minuten aus und hofft, mit dem SKN St. Pölten in der Fußball-Bundesliga den Aufwärtstrend der vergangenen Wochen fortsetzen zu können.

"Das ist für mich auf alle Fälle ein besonderes Spiel", erklärte der langjährige Verteidiger und ehemalige Trainer der Austria vor dem Gastspiel im Wiener Happel-Stadion. Schon am Donnerstag war Daxbacher zu Besuch bei der Austria und spionierte bei deren 0:0 in der Europa League gegen Viktoria Pilsen. "Ich habe Ex-Kollegen wieder getroffen, Legenden und Mitarbeiter. Es kommen immer viele Leute, mit denen man zusammengearbeitet hat. Die lange Zeit bei der Austria ist nicht vergessen. Aber jetzt geht es nur darum, dass St. Pölten erfolgreich spielt", erklärte Daxbacher.

Risikoloser

Das ist dem Aufsteiger zuletzt auch ziemlich gut gelungen. Mit zwei 1:1-Remis in der Liga gegen den WAC und Rapid sowie dem Sieg im Cup gegen Ried hat seine Mannschaft Selbstvertrauen getankt. Mitverantwortlich dafür war eine taktische Änderung. "Wir spielen nun risikoloser, bringen den Ball schneller nach vorne. Vom Stil her ist das eine Umstellung, die uns gut tut", so Daxbacher.

"Es waren vorher auch oft enge Spiele, mit den letzten drei Spielen ist die Zuversicht gekommen, dass es geht. Ich hoffe, dass wir unseren Aufwärtstrend fortsetzen können. Wir wollen eine gute Figur abgeben, aber das ist zu wenig. Es wäre wichtig, dass wir drei Punkte machen. Immer nur mit einem kommt man auch nicht richtig vom Fleck", erklärte der Coach, der mit seinem Team als Tabellen-Vorletzter einen Punkt Vorsprung auf Schlusslicht Mattersburg hat.

Spielbestimmende Austria

Von seiner Beobachtung am Donnerstag hat er einen guten Eindruck von der Austria mitgenommen. Vor allem die defensive Arbeit der Truppe von Thorsten Fink, die in der Meisterschaft die zweitmeisten Gegentore (18 in 9 Spielen) kassiert hat, hat ihm gefallen. "Die Austria hat sehr kompakt agiert. Sie haben bisher relativ viele Gegentreffer kassiert, aber gegen Pilsen waren sie wenig gefordert. Sie haben sehr wenig zugelassen und hätten sich den Sieg verdient. Sie haben vielleicht vorsichtiger agiert wie in der Meisterschaft, wo sie oft der Favorit sind und da oft zu offen, zu sorglos spielen. Gestern waren sie sehr konzentriert", betonte er.

Am Sonntag erwartet er die Austria "noch spielbestimmender", die bei Ballverlust vorhandenen Räume soll seine Spieler dann nützen. So wie das der Admira am vergangenen Wochenende (2:1) gelungen ist. "Sie haben vorgezeigt, wie es gehen könnte. Sie haben hinten gut dagegen gehalten, aber man braucht auch das Glück wie die Admira, das in einigen Situationen das Tor nicht fällt", sagte Daxbacher. (APA, 30.9.2016)

Mögliche Aufstellungen und technische Daten:

FK Austria Wien – SKN St. Pölten (Wien, Ernst-Happel-Stadion, Sonntag, 19.00 Uhr, SR Drachta). Bisheriges Saisonergebnis: 2:1 (a).

Austria: Almer – Larsen, Rotpuller, Filipovic, Martschinko – Vukojevic, Holzhauser – Tajouri, A. Grünwald, Pires – Friesenbichler

Ersatz: Pentz – Stronati, Gluhakovic, Salamon, Venuto, Kvasina, Kayode

Es fehlen: De Paula (Wadenbeinprellung), Windbichler (Muskelbündelriss), Hadzikic (Quetschung im Kniebereich), Borkovic (krank), Prokop (im Aufbau), Kadiri Mohammed (keine Arbeitserlaubnis)

St. Pölten: Riegler – Stec, Huber, Petrovic, Pirvulescu – Hartl/Dober, Martic, Perchtold, Schütz – Segovia, Keita

Ersatz: Vollnhofer – Heerings, Grasegger, Brandl, Thürauer, Lumu, Luckassen

Es fehlt: Drazan (Knieprobleme)

Fraglich: Hartl (Knieprobleme)

  • Artikelbild
    foto: apa/hans punz
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