Lieferando.at: Österreich viertwichtigster Markt für Takeaway

30. September 2016, 14:59
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Online-Bestellplattform wagte heute Sprung an die Börse – Österreich-Ableger steuerte im Halbjahr etwa 3 Mio. Euro Umsatz bei

Österreich ist im Reich des niederländischen Online-Essenszustellers Takeaway der viertwichtigste Markt. Hierzulande ist das Unternehmen, das heute den Sprung an die Börse wagte, mit der Marke lieferservice.at vertreten. Im ersten Halbjahr 2016 steuerte Österreich knapp 3 Mio. Euro zum Gesamtumsatz (50,5 Mio. Euro) bei.

Am meisten Umsatz machte Takeway im Halbjahr am Heimatmarkt Niederlande (25,7 Mio. Euro), gefolgt von Deutschland (16,5 Mio. Euro) und Belgien (3,3 Mio. Euro).

App-affines Österreich

"Österreich ist für uns ein starker Wachstumsmarkt und hat innerhalb der Gruppe die höchste Akzeptanz für Apps", sagte COO Jörg Gerbig am Freitag im Gespräch mit der APA. Im gesamten Jahr 2015 sei der Umsatz in Österreich bei 3,3 Mio. Euro gelegen, so viel habe man nun fast im ersten Halbjahr 2016 gemacht.

lieferservice.at ist in Österreich nach eigenen Angaben Marktführer im Bereich Online-Bestellplattformen und hat etwa 1.800 Restaurants an sein Bestellsystem angeschlossen. Für die Vermittlung zwischen Kunden und Restaurants streicht die Plattform eine Gebühr von etwa 10 Prozent des Bestellumsatzes ein. Nummer 2 in Österreich ist Mjam mit nur rund halb so vielen Restaurants (800), geht aus dem Börsenprospekt hervor. Dritter am Markt ist Pizza Mann.

Im vergangenen Jahr verzeichnete lieferservice.at über 2 Millionen Bestellungen, im ersten Halbjahr 2016 waren es 1,6 Millionen.

175 Millionen bei Börsengang

Der Gang aufs Börsenparkett hat dem Unternehmen 175 Mio. Euro in die Kassen gespült. 40 Mio. Euro will die Firma in seine bestehenden Märkte und die Profitablität investieren. Takeaway schreibt nach wie vor Verluste und will in zwei bis drei Jahren den Sprung in die Gewinnzone schaffen, sagte Gerbig. Weitere 40 Mio. Euro aus dem Börsengang sollen dafür verwendet werdet, Kredite zurückzuzahlen. Den Rest will sich das Unternehmen auf die Seite legen, um Spielraum für Übernahmen und andere Aktivitäten zu haben.

Das im Jahr 2000 gegründete Unternehmen ist abgesehen von den Niederlanden, Deutschland, Belgien und Österreich auch in Polen, Frankreich, Luxemburg, Portugal, der Schweiz und Vietnam aktiv und beschäftigt rund 500 Mitarbeiter. (APA, 30.09.2016)

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