Neue Klage auf Unterlassung gegen Gina-Lisa Lohfink

30. September 2016, 14:05
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30-Jähriger droht Strafzahlung von bis zu 250.000 Euro

Berlin – Nach ihrer Verurteilung wegen falscher Verdächtigung droht Gina-Lisa Lohfink eine Unterlassungsklage durch einen der zwei von ihr der Vergewaltigung beschuldigten Männer. Sebastian C. ließ durch seinen Rechtsanwalt Christian Gerlach Klage beim Landgericht Berlin einreichen, wie Gerlach am Freitag erklärte.

Demnach soll das Model bis zu 250.000 Euro Ordnungsgeld zahlen, wenn sie weiterhin C. der Vergewaltigung und der Verabreichung von K.-o.-Tropfen bezichtigt. Gerlach erklärte, er habe die Klagsschrift am Donnerstag beim Gericht eingeworfen, und bestätigte damit einen Bericht des Magazins "Spiegel".

Gerlach warf Lohfink vor, in den Medien Unwahrheiten über seinen Mandanten zu verbreiten. Er will nun beantragen, dass Lohfink vom Gericht als Partei vernommen wird. "Dann wird sie sich endlich höchstpersönlich allen gerichtlichen Fragen stellen müssen", erklärte Gerlach.

Debatte über deutsches Sexualstrafrecht

Die 30-Jährige war Mitte August am Ende eines vielbeachteten Prozesses vom Amtsgericht Berlin-Tiergarten zu einer Geldstrafe von 20.000 Euro verurteilt worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Lohfink anders als behauptet freiwillig eine Nacht mit C. und dessen Bekanntem Pardis F. verbracht hatte. Während der Verhandlungen hatte sie sich nicht persönlich vor Gericht äußern wollen.

Lohfinks Vergewaltigungsvorwürfe sowie die im Internet verbreiteten Handyvideos vom Geschlechtsakt waren Teil einer breiten öffentlichen Debatte über das deutsche Sexualstrafrecht. Dieses wurde zuletzt reformiert und nach dem Leitmotiv "Nein heißt Nein" verschärft. (APA, AFP, 30.9.2016)

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