Regierung hüllt sich zu Deutscher Bank in Schweigen

30. September 2016, 13:02
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Die Regierung in Berlin will Spekulationen über einen Staatseinstieg bei der Deutschen Bank weiter nicht kommentieren

Berlin – Die deutsche Regierung lehnt jeden weiteren Kommentar zu Spekulationen über einen Staatseinstieg bei der Deutschen Bank ab. "Wir geben keinerlei Auskunft zu irgendwelchen Spekulationen über die Deutsche Bank", sagte ein Sprecher des Finanzministeriums am Freitag

Auf die Frage, ob das Finanzministerium die Stabilität des deutschen Finanzsystems im Blick habe, sagte er, dies sei Aufgabe der zuständigen Aufsichtsbehörden. Eine Regierungssprecherin ergänzte, in einem Telefonat von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit US-Präsident Barack Obama sei die Bank kein Thema gewesen.

Das deutsche Finanzministerium hatte am Mittwoch einen Bericht der "Zeit" zurückgewiesen, wonach die Regierung an Rettungsplänen für die Deutsche Bank arbeite. "Diese Meldung ist falsch", hatte eine Ministeriumssprecherin erklärt.

Aus eigener Kraft klarkommen

Nach Ansicht von Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem muss die Bank ohne Staatshilfe klarkommen. Sie müsse "aus eigener Kraft" und ohne Hilfe des deutschen Staates überleben, sagte der niederländische Finanzminister am Freitag am Rande eines Kabinettstreffens vor Journalisten, wie Dijsselbloems Sprecher bestätigte.

Anders sieht das der Vorsitzende der deutschen Linkspartei, Bernd Riexinger. Er will die beiden größten Geldhäuser der Bundesrepublik, Deutsche Bank und Commerzbank, verstaatlichen."

Die Commerzbank und die Deutsche Bank taumeln ohne funktionierendes Geschäftsmodell weiter in Richtung Abgrund. Sie müssen verstaatlicht und neu ausgerichtet werden", sagte Riexinger am Freitag dem "Handelsblatt". Er warf den beiden Banken vor, "sich bei ihrem finanziellen Absturz gegenseitig überholen zu wollen". (APA, Reuters, 30.9.2016)

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