Österreichische Fotografie

30. September 2016, 12:55
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Exponate der Ausstellung "FS1 – Testbild" werden im Palais Breuner versteigert

Zwei Jahre lang hatte sich Udo Langauer mit seiner 2013 gegründeten Austria Auction Company auf Objekte antiker orientalischer Knüpf- und Webkunst spezialisiert, die zweimal jährlich im Novomatic-Forum versteigert wurden. Heuer eröffnete er im Palais Breuner in der Wiener Innenstadt eine Dependance, in der Anfang April die erste "herkömmliche" Kunstauktion stattfand. Die unter dem Titel "Art Modern 1" abgehaltene Versteigerung spielte inklusive Nachverkauf etwa 314.000 Euro ein.

Am 4. und 5. Oktober stehen nun mehr als 500 Exponate im Angebot, wobei der Fokus auf moderner und zeitgenössischer Kunstproduktion aus Österreich liegt, laut Langauer "mit einer moderaten preislichen Eintrittsschwelle". Neben einem Grafikangebot (5. 10.) wartet man mit einer von Elisabeth Gottfried kuratierten Fotoausstellung, FS1 – Testbild (bis 21. 10.) auf, die nach Ablauf unter den Hammer kommt. Namensgebendes Herzstück ist die Testbild-Serie (Schätzwert 1100-1500) des österreichischen Pioniers der Konzeptfotografie und leidenschaftlichen Sammlers Fritz Simak.

Die Auswahl der langjährigen Chefredakteurin des Fotokunstmagazins Eikon will eine Leistungsschau der zeitgenössischen österreichischen Fotografie repräsentieren, "von der Magazine, Ausstellungshäuser und Galerien profitieren". Der kunsthistorische Kontext, künstlerische Relevanz und internationaler Stellenwert waren dabei die Kriterien. Zu Werken von Franz Hubmann, Michael Horowitz, Peter Weibel (u. a. ontologische Sprünge, Koffer, 28.888-35.000), Erwin Wurm (Taipei, outdoord sculpture, 900-1500) oder Eva Schlegel gesellen sich auch Arbeiten einer jüngeren Generation. Dazu gehört etwa Fotocollagen von Zenita Komad (1200- 1500), zu einem Tableau montierte Szenenfotografien von Anna Jermolaewa (5000-7000) oder salonfähige Einheit (4500-5000) aus Nina Rike Springers Serie Schöne neue Welt. (kron, 30.9.2016)

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