Sprengstoffverdacht an Grenze in Bayern löste Großeinsatz aus

30. September 2016, 08:10
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Gegenstände in Schlepperauto gefunden, die "als Sprengvorrichtung" eingestuft wurden – Autobahn mehrere Stunden gesperrt, polnischer Lenker festgenommen

Kiefersfelden/Kufstein – Ein Sprengstoffverdacht hat in der Nacht auf Freitag an der bayerisch-österreichischen Grenze bei Kiefersfelden einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Deutsche Beamte hatten in einem Pkw, der offenbar für die Einschleusung von drei Afrikanern benutzt wurde, verdächtige Gegenstände gefunden, teilte das bayerische Landeskriminalamt mit.

Die Autobahn wurde auf beiden Seiten der Grenze für mehrere Stunden gesperrt. Es dürfte eine leere Rohrbombe gefunden worden sein, erklärte die Tiroler Polizei. Endgültig gesichert sei diese Information allerdings nicht.

Gegenstände werden untersucht

Die deutsche Polizei nahm den polnischen Fahrer des Autos fest. Die Gegenstände, die als Sprengvorrichtungen eingestuft wurden, sollten nun kriminaltechnisch untersucht werden. Das Bayerische Landeskriminalamt nahm die Ermittlungen gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Traunstein auf. Außerdem waren in dem Wagen Hieb- und Stoßwaffen und Betäubungsmittel versteckt.

Der Autobahnverkehr war auf österreichischer Seite mit Unterstützung der Landespolizeidirektion Tirol ab Kufstein-Nord sowie auf deutscher Seite ab Kiefersfelden umgeleitet worden, die Rastanlagen Inntal-Ost und Inntal-West wurden geräumt.

Gegen 5.45 Uhr konnten die Spezialkräfte Entwarnung geben und den Autobahnverkehr wieder freigeben. Die Gegenstände waren gegen 22.30 Uhr in der Grenzkontrollstelle auf der deutschen A93 bei Kiefersfelden entdeckt worden. (APA, 30.9.2016)

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