Frischteigspezialist Tante Fanny startet Restaurant

29. September 2016, 15:07
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Oberösterreichischer Fertigteig-Spezialist eröffnet "Kochwerkstatt" im Mühlviertel

Schwertberg – An die Nutzung vergangener Tage erinnert heute nur noch die gelbe Fassade: Dort, wo früher die Post der kleinen Mühlviertler Gemeinde Schwertberg ihren Sitz hatte, ist vor fünf Jahren Tante Fanny eingezogen.

Der Frischteigspezialist hat sich 2011 vom Linzer Firmensitz verabschiedet und sorgt nun vom Mühlviertel aus für deutlich weniger Frust unter Hobbyköchen. Gestartet ist man 1999 mit Blätterteig – heute umfasst das teigige Angebot 32 verschiedene Sorten.

Umsatzsteigerung

Und dass in den Küchen dieser Welt heute nicht mehr allzu gern gerührt, gezogen und geknetet wird, spiegelt sich auch in den aktuellen Zahlen des Unternehmens wider. "Wir haben mit unseren 23 Mitarbeitern den Umsatz im Vorjahr um 8,5 Prozent gesteigert und damit nun erstmals die 50-Millionen-Euro-Marke erreicht", sehen die beiden Hälfte-Eigentümer und Geschäftsführer Gerhard Hinterkörner und Alfred Karl im Standard-Gespräch einer knus prigen Zukunft positiv entgegen.

Der überwiegende Teil der bei einem Betrieb in Niederösterreich produzierten Teigware geht ins Ausland. Karl: "Die Exportquote liegt bei 70 Prozent. Und da ist eine adäquate Kühllogistik die große Herausforderung. Wir bieten ja Frischware, die im Schnitt zwei bis drei Wochen haltbar ist." Wobei sich das Angebot durchaus länderspezifisch zusammensetzt – etwa türkischer Yufka- oder holländischer Kruidnoten-Teig.

Selbst gekocht

Fällt auf Kritikerseite das Schlagwort "Fertigprodukt", kann selbiger durchaus froh sein, dass sich in Tante Fannys Kochwerkstatt kein Nudelholz findet. Denn da reagiert man auf Geschäftsführerebene durchaus empfindlich. Hinterkörner: "Es ist kein Fertigprodukt. Mit einem Teig von uns haben sie immer selbst gekocht."

Den jüngsten Expansionsschritt hat Tante Fanny übrigens wieder im Mühlviertel gesetzt. Im Softwarepark Hagenberg steigt man mit 4. Oktober erstmals in den Restaurantsektor ein. Gut 160 Quadratmeter umfasst die neue "Kochwerkstatt". Beheimatet sind dort künftig ein Restaurant, eine Schauküche und ein Geschäft. "Wir werden einen ganztägigen Betrieb anbieten. Vom Frühstück über ein Mittag- bis zum Abendessen", erläutert Karl. Und ausschließlich Teigvariationen? Hinterkörner: "Nein. Sie werden zum Beispiel auch eine Suppe, Salate oder ein feines Beef bekommen. Aber immer in Kombination mit einem unserer Tante-Fanny-Produkte." (Markus Rohrhofer; 29. 09. 2016)

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