Ein Coca-Colaist für den schwachen Süden des Burgenlands

28. September 2016, 15:54
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Werner Unger wird "Südburgenlandmanager". Rot-Blau löst damit ein Koalitionsversprechen ein, sagt Landeshauptmann Niessl

Eisenstadt – Um das seit jeher und allen EU-Förderprogrammen zum Trotz immer noch ökonomisch schwache Südburgenland wird sich nun ein eigener "Südburgenlandmanager" kümmern. Damit werde, sagt Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ), "ein Koalitionsversprechen eingelöst". Eines noch dazu, "das mit der ÖVP nicht umzusetzen gewesen ist".

Der 58-jährige Oberwarter Werner Unger wird, nach 35 Jahren bei Coca-Cola, diese Agenden übernehmen. Der blaue Wirtschaftslandesrat Alexander Petschnig verspricht sich von ihm vor allem Impulse für "einen Ausgleich der wirtschaftsgeografischen Nachteile".

Daraus würden sich logisch die Arbeitsschwerpunkte ergeben: Infrastruktur, Infrastruktur, Infrastruktur. Ein Wort, das man im Südburgenland nicht erst hört, seit Österreich der EU beigetreten ist und das Burgenland deshalb Ziel-1-Gebiet wurde, um die "Disparitäten" zwischen Nord und Süd abzubauen.

Niessl sieht den erfahrenen Coca-Colaisten als "Schnittstelle zwischen Gemeinden, Wirtschaft und Politik". Unger selbst sieht sich als "Vernetzer". Und der "Südburgenlandversteher" (Niessl) outet sich auch als Bahnfreund. Unlängst war eine Tagung zu Regionalbahnen in Eisenstadt, da habe ein deutscher Experte belegt, wie ökonomisch wichtig die für die jeweiligen Regionen seien. Unger sprach denn auch von einer neu zu schaffenden Verbindung nach Szombathely. Aber auch davon, dass nun endlich die Fürstenfelder Schnellstraße (S7) in Angriff genommen werden müsse. (Wolfgang Weisgram, 29.9.2016)

  • Hans Peter Rucker, Leiter der burgenländischen Landesholding, Werner Unger, Hans Niessl und Alexander Petschnig (von links) nehmen sich nun das Südburgenland vor.
    foto: bgld. landesmedienservice

    Hans Peter Rucker, Leiter der burgenländischen Landesholding, Werner Unger, Hans Niessl und Alexander Petschnig (von links) nehmen sich nun das Südburgenland vor.

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