Sport statt Film: Constantin Medien könnte sich neue ausrichten

28. September 2016, 14:19
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Konzernchef will wenig profitable Filmsparte abstoßen – Großaktionär Burgener dagegen

München – Constantin-Chef Fred Kogel erwägt den Verkauf des traditionsreichen Filmgeschäfts. Der Constantin-Vorstand hat am Mittwoch mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, den deutschen Medienkonzern strategisch neu auszurichten und auf Sport, Sportmarketing und Veranstaltungsmarketing zu fokussieren.

"In diesem Zusammenhang kommt auch die Veräußerung des Segments Film in Betracht", teilte das Unternehmen mit. Der Vorschlag werde den Aktionären auf der Hauptversammlung am 9. und 10. November zur Entscheidung vorgelegt, teilte das Unternehmen mit.

Der Streit über den künftigen Kurs des Konzerns war auf der letzten Hauptversammlung im Juli eskaliert, die deshalb vertagt werden musste. Der Aufsichtsratschef und Großaktionär Dieter Hahn will das wenig profitable Filmgeschäft abgeben und sich künftig auf die gewinnträchtigen Bereiche Sport1 und Champions-League-Vermarktung konzentrieren.

Der Großaktionär Bernhard Burgener will die Filmsparte, die Kinofilme wie "Fack Ju Göhte", "Der Schuh des Manitu", "Der Untergang" oder "Nirgendwo in Afrika" produziert hat, jedoch behalten. Hahn und Burgener stehen für jeweils rund 30 Prozent der Stimmrechte. Constantin peilt im laufenden Jahr 550 Mio. Euro Umsatz und 30 Mio. Euro Betriebsgewinn an. (APA, 28.9.2016)

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