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market-Umfrage bestätigt Trend zu Flexibilität

30. September 2016, 13:15

Eine aktuelle Umfrage unter österreichischen Arbeitnehmern zeigt: Flexibilisierung und Individualisierung sind gesellschaftliche Trends, die sich auch auf dem Arbeitsmarkt abzeichnen.

"In der Arbeitswelt kann der digitale Wandel Win-win-Situationen für Arbeitgeber und für Arbeitnehmer bewirken – wenn man für die Bedürfnisse beider Seiten zufriedenstellende Lösungen finden kann", betont Anna Maria Hochhauser, Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich. Die Auswirkungen des digitalen Wandels auf die Arbeitswelt sind vielfältig. Sie bieten einerseits Chancen und begründen andererseits neue Trends, die in eine klare Richtung weisen, nämlich hin zu Flexibilisierung und Individualisierung.

Standard-Arbeitszeiten verlieren an Bedeutung

Diese Entwicklung bestätigt auch eine neue Umfrage unter österreichischen Arbeitnehmern, die das market Institut im Auftrag der Wirtschaftskammer Österreich heuer im August durchgeführt hat. Die Ergebnisse wurden Anfang September bei den Wirtschaftsgesprächen des Europäischen Forum Alpbach präsentiert. Market-Experte David Vogl fasst zusammen: "Arbeitnehmer entfernen sich immer mehr vom Konzept eines Standard-Arbeitsplatzes mit Standard-Arbeitszeiten hin zu immer individuelleren Lösungen, um den eigenen Ansprüchen maßgeschneidert entsprechen zu können."

Win-win-Situation für beide Seiten

80 Prozent sehen Überstunden als sinnvoll an und sogar 90 Prozent signalisieren die Bereitschaft, phasenweise auch länger zu arbeiten. Für flexible Arbeitszeitgestaltungen gibt es aus Arbeitnehmersicht mehrere gute Gründe, zum Beispiel Arbeitsplatzsicherung oder verlängerte Freizeit. Dabei sagen sieben von zehn Österreichern, dass sie auf die Regelungen ihrer Arbeitszeiten Einfluss nehmen können. 55 Prozent sind der Meinung, dass sowohl Unternehmen als auch Mitarbeiter von flexiblen Arbeitszeiten gleichermaßen profitieren. "Die Bedürfnisse der Wirtschaft und die Bedürfnisse der Arbeitnehmer nach flexiblerem Arbeiten gehen also weitgehend in die gleiche Richtung", so das Fazit von Meinungsforscher Vogl.

Freiwillige Überstunden für mehr Freizeit

Die persönliche Belastung durch Überstunden hält sich für die Mehrheit in Grenzen. Im Gegenteil: 12-Stunden-Arbeitstage haben ihren besonderen Anreiz, wenn dadurch ein freier Tag und mehr Freizeit gewonnen wird. In der Regel werden Überstunden durch Zeitausgleich abgegolten, 40 Prozent nehmen fallweise auch eine finanzielle Vergütung in Anspruch. Nur zwei Prozent geben an, dass es Probleme bei der Überstundenentlohnung gegeben hat. Die praktische Umsetzung bei der Einteilung von Überstunden funktioniert laut Arbeitnehmern in der Regel sehr gut, ergab die Umfrage.

  • Artikelbild
    foto: denis ismagilov
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