Clinton vs. Trump: Erste TV-Debatte brach Netzrekorde

28. September 2016, 11:53
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Größter politischer Livestream auf Youtube, zahlreiche Politik-Websites gingen in die Knie

Am Montagabend (Ortszeit) trafen die beiden großen Kontrahenten im laufenden Wahlkampf zur US-Präsidentschafts erstmals zu einem TV-Duell aufeinander. Auf der Bühne der Hofstra University in Long Island lieferten sich die demokratische Kandidaten Hillary Clinton und der von den Republikanern nominierte Donald Trump einen 90-minütigen Schlagabtausch zu vielerlei Themen.

Der Wahlkampf polarisierte die US-Öffentlichkeit, Clintons E-Mail-Skandal und zahlreiche kontroverse Äußerungen und Forderungen von Trump sorgten für riesiges Presseecho und großes Interesse an der ersten Live-Auseinandersetzung um den Einzug ins Weiße Haus. Die ehemalige First Lady und der umstrittene Geschäftsmann lieferten sich nicht nur die meistgesehenste Fernsehdebatte, sondern brachen auch so manchen Internet-Rekord.

Zwei Millionen gleichzeitige Zuseher auf Youtube

Einen meldete etwa Youtube, berichtet Engadget. Fasst man die Livestreams aller sechs großen Nachrichtensender zusammen, war es mit fast zwei Millionen gleichzeitigen Sehern nicht nur einer der größten Streams in der Geschichte der Plattform, sondern auch der bestbesuchteste bisher in der Kategorie Politik. Verglichen mit der ersten Debatte aus 2012 – damals war der noch amtierende Präsident Barack Obama gegen den republikanischen Herausforderer Mitt Romney angetreten – lockt dieses Duell gar 14 Mal mehr Livezuschauer an.

Auch Twitter erklärte, dass die Beteiligung höher war, als noch vor vier Jahren. Damals wurden 10,3 Millionen Tweets gezählt, in denen die Debatte live kommentiert wurde. Eine genaue Zahl nennt das Social Network für die aktuelle Auseinandersetzung jedoch nicht. Die Analyse-Seite FiveThirtyEight berichtet ebenfalls von einem neuen Zugriffsrekord.

Seitenausfälle

So manche Server waren von dem großen Interesse an dem Duell überfordert. So sollen laut Twitter-Usern etwa der Online-Auftritt von Donald Trump oder die Fact-Checking-Seite Politifact gleich mehrfach in die Knie gegangen sein.

Über Ausfälle mussten sich auch vor Ort befindliche Journalisten ärgern. Sie waren teilweise gezwungen, 200 Dollar für die Nutzung des von der Hofstra University angebotenen WLAN-Zugangs zu bezahlen, zumal private Hotspots verboten waren. Allerdings hatte auch dieses Drahtlosnetzwerk mit zwischenzeitlichen Zusammenbrüchen zu kämpfen. (red, 28.09.2016)

  • Lange blieb es zwischen Trump und Clinton nicht bei Höflichkeiten.
    foto: reuters

    Lange blieb es zwischen Trump und Clinton nicht bei Höflichkeiten.

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