Kika/Leiner-Mutter Steinhoff sammelt 2,4 Milliarden für Zukäufe ein

28. September 2016, 14:48
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332 Millionen neue Aktien zu je 5,055 Euro würden an Großaktionäre und institutionelle Investoren ausgegeben

Frankfurt – Der deutsch-südafrikanische Möbelriese Steinhoff, dem in Österreich Kika und Leiner gehören, sammelt für seine jüngsten Zukäufe bis zu 2,4 Milliarden Euro Kapital ein. Den Löwenanteil davon stemmen die beiden größten Aktionäre von Steinhoff, der südafrikanische Milliardär Christo Wiese, und eine Investmentgesellschaft, hinter der der südafrikanische Staat steht. Das teilte der Konzern am Mittwoch mit.

Steinhoff betreibt neben den österreichischen Möbelhäusern Kika und Leiner in Deutschland den Möbeldiskonter Poco sowie Conforama in Frankreich. Mit dem frischen Geld refinanziert Steinhoff einen Großteil des Kaufpreises für Mattress Firm und die britische Billigkette Poundland.

Den größten US-Matratzenhändler Mattress Firm – den ersten Zukauf in den USA überhaupt – lässt sich Steinhoff umgerechnet 3,4 Milliarden Euro kosten, davon waren 1,2 Milliarden Euro Schulden. Für Poundland legte der Konzern umgerechnet 730 Mio. Euro hin. Steinhoff hatte die Zukäufe mit Krediten zwischenfinanziert.

Volle Bücher

Die milliardenschwere Kapitalerhöhung – die 8,5 Prozent des Grundkapitals entspricht – sollte noch am Mittwoch bei Investoren platziert werden. Bereits vor Börseneröffnung waren die Bücher gefüllt. Dabei verkauft Steinhoff die neuen Aktien mit 5,055 Euro ohne den üblichen Abschlag auf dem Schlusskurs vom Dienstag.

Am Mittwoch stiegen Steinhoff um 2,9 Prozent auf 5,20 Euro und gehörten damit zu den größten Gewinnern im deutschen Nebenwerteindex MDax. Das Unternehmen, das seit Ende 2015 in Frankfurt gelistet ist, wird an der Börse mit rund 20 Milliarden Euro bewertet.

Christo Wiese, der auch Aufsichtsratschef von Steinhoff ist, zeichnete neue Aktien allein für 819 Mio. Euro und erwarb Papiere für weitere 768 Mio. Euro, die Steinhoff bisher selbst hielt. Die Staatsholding steuerte 303 Mio. Euro zur Kapitalerhöhung bei. (APA, Reuters, 28.9.2016)

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