Tiroler SPÖ-Chef will unliebsamen Bundesrat verhindern

27. September 2016, 18:10
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Im parteiinternen Streit um Nachbesetzungen im Landtag versöhnt sich Mayr mit Gasteiger. Zugleich greift er Klubobmann Reheis an

Innsbruck – Die Personaldiskussionen in der Tiroler SPÖ nehmen kein Ende. Es geht um den Landtagssitz der zurückgetretenen Gabi Schiessling. SPÖ-Vorsitzender Ingo Mayr, der beim Parteitag im Oktober nicht mehr für diesen Posten kandidieren wird, möchte nun doch nicht, dass Bundesrat Hans-Peter Bock aufrückt. Das würde nämlich den wegen seiner Haltung zum Völkermord an den Armeniern in die Schlagzeilen geratenen türkischstämmigen Hasan Duran als Ersatzbundesrat in die Länderkammer befördern.

Stattdessen präferiert Mayr Klaus Gasteiger als neuen Landtagsabgeordneten. Obwohl der, nebst anderen, Mayrs eigenes Aufrücken in den Landtag verhindert hatte. Den schwarzen Peter für die Querelen schiebt Mayr nun wiederum Klubobmann Gerhard Reheis zu. Der hätte statt Schiessling zurücktreten sollen, so Mayr. Dass Reheis das nicht tat, habe die parteiinternen Widerstände gegen sein Nachrücken ausgelöst. (ars, 28.9.2016)

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