Wiener Weinwandertag: Im Gehen liegt die Wahrheit

30. September 2016, 16:26
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Beim Wiener Weinwandertag muss man nicht nur wandern, sondern darf auch trinken

Während die Weinlese, die bereits in vollem Gange ist, für den Winzer und dessen Erntehelfer viel Arbeit bedeutet, freuen sich Genießer im Herbst vor allem auf eines – das Weintrinken. Und dafür halten Weinbauern zum Sommerende einige Veranstaltungen parat. Wiener müssen sich dafür nicht einmal über die Grenzen hinausbewegen, hat doch die Bundeshauptstadt ein durchaus ernstzunehmendes Weinanbaugebiet. Rund 700 Hektar Rebfläche werden an den Wiener Hügeln bewirtschaftet.

Beim Wiener Weinwandertag darf man auf unterschiedlichen Routen durch die Rieden wandern und wird dabei nicht nur mit Wein, sondern auch mit der passenden Unterlage versorgt. Zum Beispiel von Andreas und Roland Kroiss. Mit Blick über die Stadt kann man bei einem gemütlichen Spaziergang, der auch für Neo-Wanderer geeignet ist, mit einem Glas in der Hand gebührend dem Sommer nachtrauern. Die längste Route mit fast elf Kilometern startet in Neustift am Walde und endet in Nussdorf. Für weniger sportliche, aber trinkfreudige Wanderer gibt es eine Spazierstrecke von viereinhalb Kilometern in Ottakring.

Was für einen passionierten Bergsteiger fast lächerlich klingt, mag für den urbanen Lifestyle-Wanderer ein Ansporn sein: Nach allen absolvierten Stationen gibt es nämlich die begehrte Wandernadel. Wer sich die Nadel ohne Anstrengung holen will, steigt auf den kostenlosen Heurigenexpress um. Der Spott ist einem damit sicher. (stra, RONDO, 30.9.2016)

Wiener Weinwandertag
1. und 2. Oktober
10 bis 18 Uhr
in Neustift am Walde, Strebersdorf und Ottakring

  • Andreas und Roland Kroiss versorgen beim Wiener Weinwandertag nicht nur mit Wein, sondern auch mit passender Unterlage.
    foto: steve haider

    Andreas und Roland Kroiss versorgen beim Wiener Weinwandertag nicht nur mit Wein, sondern auch mit passender Unterlage.

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