Das beste Stück ... nachgefragt bei Max Simonischek

Kolumne2. Oktober 2016, 16:00
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Michael Hausenblas fragt den Schauspieler, warum er den Füller dem Computer vorzieht

"Auf meinen vielen Reisen schreibe ich regelmäßig Briefe und Postkarten nach Berlin. Mindestens einmal pro Woche. Adressiert sind die meisten an meine Lebensgefährtin. Ich habe immer schon lieber geschrieben. Ich telefoniere nicht gern, SMS kann ich auch nicht leiden, okay, eine E-Mail ist manchmal eine schnelle Alternative zum Brief.

Auch in beruflichen Belangen ziehe ich die Handschrift vor. Es taugt mir einfach. Wenn es draußen dunkel wird und ich das Gefühl habe, nichts mehr zu verpassen, greife ich zu meinem Füller. Damit lässt sich am schönsten schreiben. Die Farbe der Tinte muss unbedingt Schwarz sein. Eine andere kommt mir nicht ins Haus.

Leider stirbt die Handschrift langsam aus, dabei verrät sie so viel über eine Person. Also etwas Unpersönlicheres, als einen Brief mit dem Computer zu schreiben, gibt's wohl gar nicht. Eine Alternative zum 'Besten Stück' in Form des Füllers wären Ohropax gewesen, aber das fand ich irgendwie nicht so ansprechend." (Michael Hausenblas, RONDO, 30.9.2016)

Max Simonischek ist im Wiener Burgtheater ab Mittwoch in "Der Bau" und ab 22. Oktober in "Pension Schöller" zu sehen.

  • Max Simonischek: "Mit dem Füller lässt sich am schönsten schreiben."
    foto: nathan murrell

    Max Simonischek: "Mit dem Füller lässt sich am schönsten schreiben."

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