"Kopfhörerbuchse selber bohren": Video zu iPhone 7 sorgt für Ärger

27. September 2016, 09:49
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Youtuber bearbeitet Apple-Smartphone mit Bohrer – einzelne User fielen offenbar auf Hoax herein

Das iPhone 7 hat keine klassische Kopfhörerklinke – eine Änderung, die sowohl bei einigen Beobachtern als auch bei treuen Apple-Kunden nach wie vor für Irritationen sorgt und wohl noch länger in Erinnerung bleiben wird. Auch so mancher Youtuber nahm sich, mal kritisch, mal humorvoll, der Kontroverse an.

"Geheimer Hack"

Auch der Channel TechRax, betrieben vom in den USA lebenden Ukrainer Taras Maksimuk, setzte sich damit auseinander. Im Clip "Secret Hack To Get Headphone Jack on the iPhone 7" ("Geheimer Hack, um eine Kopfhörerklinke zu bekommen") bohrt er kurzerhand ein Loch in das kürzlich veröffentlichte Smartphone – an der Stelle, an der einst beim iPhone 6s noch der 3,5-mm-Anschluss zu finden war.

Ohne es direkt auszusprechen, wird damit suggeriert, die Kopfhörerklinke wäre eigentlich vorhanden und lediglich im Gehäuse versteckt. Anschließend steckt er die Klinke eines Audiokabels in das Bohrloch und spielt Musik ab. Dass diese offensichtlich aus den Lautsprechern erschallt, macht spätestens kenntlich, dass es sich um einen Scherz handelt. Zudem widmet sich der Videomacher in einer Reihe anderer Clips explizit der Zerstörung des iPhone 7.

techrax

Offensichtlicher Hoax, einzelne Opfer

In der Kommentarsektion des Clips geben einige User augenzwinkernd an, selber erfolgreich die Audioklinke freigebohrt zu haben. Andere wiederum beschweren sich, dass der Hack nicht funktioniere oder sie ihr Gerät auf diesem Wege gar beschädigt oder zerstört hätten. Es ist davon auszugehen, dass die meisten Nutzer den Hoax als solchen erkannt haben und dies nur spaßeshalber behaupten.

Allerdings berichtet Maksimuk auch von einigen Privatnachrichten, etwa per Twitter und Facebook, in denen er übel beschimpft wird, schreibt der "Guardian". Einzelne Betrachter seines Videos dürften den "Audiohack" tatsächlich für bare Münze genommen haben. Der zehn Tage alte Clip dreht derweil weiter seine Kreise in den sozialen Netzwerken und verzeichnet mittlerweile rund elf Millionen Aufrufe. (red, 27.09.2016)

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