Smart, aber intransparent: Das Internet der Dinge

26. September 2016, 16:29
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Internationale Prüfaktion "Global Privacy Networks": Defizite bei vernetzten Alltagsgegenständen

Ob Spielkonsole, Fitness-Tracker oder vernetzte Zahnbürste – sogenannte smarte Geräte erleichtern den Alltag und begeistern so manchen Anwender. Datenschützer schauen allerdings mit Sorge auf die Produkte, die mit dem Internet vernetzt sind. Denn: Im Bereich Datenschutz und Transparenz gegenüber dem Nutzer weist das "Internet der Dinge" große Defizite auf.

Das hat die internationale Prüfaktion "Global Privacy Networks" ergeben, wie das Landesamt für Datenschutzaufsicht am Montag in Ansbach mitteilte. Zusammen mit 25 weiteren Aufsichtsbehörden auf der ganzen Welt nahmen die Datenschützer vernetzte Alltagsgegenstände unter die Lupe.

Große Datenmenge

Demnach sammelt jedes der 314 getesteten Geräte eine große Menge an persönlichen Daten, aus denen teilweise konkrete Nutzerprofile erstellt werden. Doch der Nutzer weiß meistens nicht, was das Gerät mit seinen Daten macht. 68 Prozent der Datenschutzbestimmungen der Geräte enthalten dem Landesamt zufolge keine Information, welche Daten gespeichert werden. Ein noch größerer Anteil enthält keine Informationen zur Datenlöschung. Vor allem im Gesundheitsbereich – wo es sich um besonders sensible Informationen handelt – sei dies kritisch.

"So groß die Euphorie für die smarten Alltagsgeräte auch ist, so tief sind die Sorgenfalten der Datenschützer", sagte Behörden-Präsident Thomas Kranig. "Die Nutzer werden weder über den Datenumgang hinreichend aufgeklärt, noch können sie sich bei Fragen zu diesem Thema an die Unternehmen auf schnellem Wege wenden." (APA, 26.9.2016)

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