Aktie der Deutschen Bank sinkt auf historischen Tiefstand

26. September 2016, 15:53
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Gerüchte um angebliche Ablehnung von Staatshilfen drücken Kurs

Frankfurt – Der Aktienkurs der Deutschen Bank hat am Montag an der Frankfurter Börse ein historisches Tief erreicht. Vorübergehend gab die Aktie auf 10,63 Euro nach und war damit so billig wie nie zuvor. Unter allen 30 im Deutschen Aktienindex (Dax) vertretenen Wertpapieren schlug sich das der Deutschen Bank am schlechtesten.

Verursacht wurde der Kursabrutsch offenbar von Gerüchten, demzufolge die Bundesregierung dem Geldhaus keine Staatshilfen zukommen lassen will. Das hatte der "Focus" in seiner aktuellen Ausgabe unter Berufung auf Regierungskreise geschrieben. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte dazu am Montag, an Spekulationen über staatliche Hilfen "beteiligen wir uns nicht".

Der "Focus" hatte die angebliche Diskussion um Staatshilfen mit einer Milliardenforderung des US-Justizministeriums an die Deutsche Bank in Verbindung gebracht. Die Behörde will 14 Milliarden Dollar (12,5 Milliarden Euro) von dem Unternehmen wegen Geschäften mit faulen Hypothekenpapieren.

Die Bank hält diesen Vergleichsvorschlag für viel zu hoch und will ein Gegenangebot abgeben. In einem ähnlichen Fall hatte das US-Justizministerium zunächst 15 Milliarden Dollar von Goldman Sachs gefordert, sich dann aber mit der Bank auf 2,6 Milliarden Euro geeinigt.

Die Deutsche Bank hat für Rechtsstreitigkeiten etwa 5,5 Milliarden Euro zurückgestellt. Derzeit laufen weltweit etwa 8.000 juristische Verfahren der Bank. (APA, 26.9.2016)

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