Trump würde Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkennen

26. September 2016, 08:49
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Benjamin Netanjahu traf in New York die Präsidentschaftskandidaten Donald Trump und Hillary Clinton

New York – Der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump würde als US-Präsident Jerusalem als ungeteilte Hauptstadt Israels anerkennen. Diese Ansicht vertrat der Milliardär bei einem rund 90-minütigen Treffen mit dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu im Trump-Tower in New York, wie sein Wahlkampfteam am Sonntag mitteilte.

Dies wäre eine Kehrtwende zur bisherigen US-Politik mit Blick auf Israel. Im Nahost-Konflikt ist der Status der Stadt umstritten. Israel bezeichnet Jerusalem als seine Hauptstadt. Dagegen beanspruchen die Palästinenser den von Israel annektierten Ostteil Jerusalems als Hauptstadt ihres künftigen Staates. Weiteres Thema bei dem Gespräch war den Angaben zufolge der Kampf gegen die Extremistenmiliz Islamischer Staat.

"Starkes und sicheres Israel für USA essentiell"

Im Anschluss traf Netanjahu, der sich im Rahmen der UN-Generalversammlung in New York aufhielt, auch Trumps demokratische Rivalin Hillary Clinton, die ihm ihrerseits ihre Unterstützung zusagte. Ein starkes und sicheres Israel sei für die Vereinigten Staaten essenziell, sagte sie laut einem Bericht der Zeitung "Haaretz" nach dem Treffen.

Sie wandte sich zugleich gegen jeden Versuch, eine Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts von außen zu erzwingen. Dies gelte auch für den UN-Sicherheitsrat, zitierte "Haaretz" aus einer Mitteilung der Clinton-Kampagne. (APA, Reuters, 26.9.2016)

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