Honda CR-V: An der Familie Maß genommen

4. Oktober 2016, 10:38
70 Postings

Der Honda CR-V mit 160 Diesel-PS und 9-Gang-Automatik bewährte sich im Urlaubseinsatz

Wien/Grado – Seit 19 Jahren agiert der Honda CR-V als Vorzeigelokomotive der Marke in Österreich, ein gesuchtes Modell in seiner Klasse. Familiengerechtes Reisen im SUV-Modus, Schleppaufgaben für Boote oder Pferdeanhänger, vielseitige Selbstverständlichkeit. 2015 erhielt der CR-V eine Schönheitspflege, Retuschen an der Frontpartie und an den Heckleuchten. Beispiele gefällig? Chromspangen am Kühlergrill, LED-Tagfahrlicht in Spangenform, neue Scheinwerfer, elektrisch zu bedienende Heckklappe, LED-Licht in den Heckleuchten, Themen für Insider.

foto: guido gluschitsch
Hondas größter in unseren Breiten erhältlicher SUV ist eine optisch markante Erscheinung.

Der Honda-SUV ist ideal für die Familienreise mit vier Passagieren an Bord, der Platz auf den Rücksitzen und der einfache Zutritt wurden sofort positiv registriert. Das "Flachmachen" der Rücksitzbank, das Easy-fold-down-System, blieb unbenützt, bei Bedarf lässt sich das Gepäcksvolumen auf fast 1700 Liter Inhalt steigern. Von Platzenge kann auch auf den Vordersitzen nicht gesprochen werden, körperlich große Fahrer monieren vielleicht eine zu kurze Auflagefläche für die Oberschenkel.

Wahres Vergnügen

In der von uns getesteten teuersten Ausstattungsvariante – Executive – fehlt kaum ein Detail. Das Fahren wird zum wahren Vergnügen, zumal man auch noch von hochwertigen Materialien umgeben ist, und es herrscht gute Übersicht nach allen Seiten. Spurhalteassistent, Ausparkassistent, Kollisionswarner oder Toter-Winkel-Assistent zeugen von hohen Sicherheitsstandards im Auto.

foto: guido gluschitsch
Der CR-V fährt sich trotz straffen Fahrwerks recht komfortabel.

Eine Weltneuheit war dabei der einstellbare Abstandsregelautomat, sein Radar schaut bis zu fünf Fahrzeuge voraus. Das Navi – gut im Sichtfeld, aber nervig zu bedienen – liefert verlässliche Daten.

Euro-6-Diesel

Zu den wichtigsten Neuheiten beim Facelift zählte auch der kleinere, der 1,6-Liter-Turbodiesel (er entspricht Euro-6-Standard), der alternativ mit 120 PS oder 160 PS angeboten wird. Der Stärkere ist auf jeden Fall die richtige Wahl, denn es gilt immerhin fast 1800 kg Leergewicht zu bewegen, bei voller Besetzung rund zwei Tonnen.

foto: guido gluschitsch
Innen ist der Honda ausgesprochen praktisch.

Downsizing ist zwar das Thema der Stunde, der uralte Kalauer "Hubraum geht vor Wohnraum" hat aber noch seine Gültigkeit: Bei der Beschleunigung aus dem Stand braucht der Motor seine Zeit. Andererseits lassen die Laufruhe und der mehr als faire Verbrauch – im Test kamen wir auf 6,8 l / 100 km – diese kleine Schwäche vergessen.

Neungangautomatik

Die weit gespreizte Neungangwandlerautomatik bringt nicht nur 65 kg Gewichtsersparnis, sondern reduziert den Verbrauch gegenüber dem Schalter um rund einen Liter. Die Gänge gleiten leicht hinein, bei Bergabfahren empfehlen sich aber die Schaltwippen am Lenkrad, um die Bremswirkung des Motors voll zu nützen.

foto: guido gluschitsch
Mit dem Facelift feiert auch der 1,6 Liter Diesel seinen Einstand.

Das Fahrwerk erwies sich als straff, aber in Richtung Komfort ausgelegt. Das Allradsystem schaltet bei Bedarf die Hinterräder über eine elektrische Pumpe hydraulisch hinzu.

Fazit: Der Honda CR-V ist ein familiengerechter SUV mit der Technik eine Weltmarke. (Peter Urbanek, 4.10.2016))

foto: guido gluschitsch

Link

Honda

Hinweis im Sinne der redaktionellen Leitlinien: Die Teilnahme an internationalen Fahrzeug- und Technikpräsentationen erfolgt großteils auf Basis von Einladungen seitens der Automobilimporteure oder Hersteller. Diese stellen auch die hier zur Besprechung kommenden Testfahrzeuge zur Verfügung.

Share if you care.