Altach knöpft RB Salzburg einen Punkt ab

25. September 2016, 18:39
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Vorarlberger stemmten sich mit geballter Defensivkraft erfolgreich gegen die Offensivbemühungen der Bullen und erreichten so ein gerechtes 0:0

Altach – Meister Salzburg hat am Sonntag Punkte liegengelassen. Zum Abschluss der 9. Runde der Fußball-Bundesliga mussten sich die "Bullen" in Altach mit einem torlosen Remis begnügen und liegen damit als Tabellenzweite vier Punkte hinter Leader Sturm. Die Elf von Oscar Garcia blieb zum erst dritten Mal in dieser Saison ohne Tor, ist aber seit acht Ligapartien ungeschlagen.

Zwei Zähler hinter Salzburg (18) sind die heimstarken Altacher, die mehrere Ausfälle verkraften mussten, vor eigenem Publikum weiter ohne Niederlage und hielten punktegleich mit Rapid (je 16) Platz vier.

Garcia überraschte vor der "Generalprobe" für das zweite Europa-League-Gruppenspiel bei Schalke 04 am Donnerstag mit seiner Aufstellung, in der er erstmals Valentino Lazaro als Rechtsverteidiger beorderte. Eine Position, die der Offensivmann bisher nur unter Adi Hütter im Herbst 2014 einnahm. Stefan Lainer, der bisher den verletzten Christian Schwegler ersetzt hatte, saß – laut Oscar wegen anhaltender Adduktorenprobleme – nur auf der Bank. Und der für Schwegler geholte Andre Wisdom ist ebenfalls außer Gefecht. So agierte im 4-2-3-1 hinter Solospitze Jonatan Soriano das Trio Wanderson, Munas Dabbur und Valon Berisha.

Chancen Mangelware

Wie erwartet dominierte Salzburg die Partie von Beginn an, wurde vor der Pause aber vor allem durch gut getimte Flanken gefährlich. Altachs Defensive bzw. Goalie Andreas Lukse waren stets am Posten. Echte Einschussmöglichkeiten hatten vorerst nur Dayot Upamecano, der nach schöner Einzelaktion am langen Eck vorbeizielte (34.), Dabbur mit einem Fallrückzieher (37.) sowie Soriano. Der verfehlte mit seinem Schlenzer aus spitzem Winkel aber das lange Eck (45.). Altach traute sich erst nach einer Viertelstunde etwas mehr zu, tauchte aber dennoch nur selten vor dem Tor der "Bullen" auf, verlor im Spielaufbau oft den Ball und so hatten die Gäste vor Seitenwechsel einen Ballbesitz von gut 70 Prozent.

Dabbur eröffnete die zweite Hälfte mit einem unpräzisen Schuss aus elf Metern (46.), wenig später aber waren es die Gastgeber, die die bis dahin beste Chance vergaben: Salzburg-Leihgabe Dimitri Oberlin segelte nach Flanke von Andreas Lienhart im Fünfer heran, köpfelte aber über die Latte (51.). Upamecano antwortete mit einem ansatzlosen Schuss, den Lukse mit Hilfe der Stange (54.) parieren konnte. Die Partie wurde kurzfristig offener, wenngleich Salzburg bald wieder den Druck erhöhte. Die Ausbeute gegen die defensiv einmal mehr starken Hausherren fiel bis zum Schlusspfiff freilich recht mager aus: Ein zu zentraler, strammer Schuss von Soriano war für Lukse kein Problem (65.), zu Beginn der Schlussphase prüfte der Spanier den ÖFB-Teamgoalie erneut (78.), doch das war es dann auch schon. (APA, 25.9.2016)

Bundesliga, 9. Runde:

SCR Altach – Red Bull Salzburg 0:0
Altach, Cashpoint-Arena, 7.000, SR Lechner.

Altach: Lukse – Lienhart, Jäger, Netzer, Galvao, Schreiner – Luxbacher (66. Zivotic), Salomon, Ngwat-Mahop – Dovedan (87. Müller), Oberlin (77. Ngamaleu)

Salzburg: Walke – Lazaro, Miranda (82. Radosevic), Caleta-Car, Ulmer – Upamecano, Samassekou – Wanderson, Dabbur (61. Minamino), Berisha (85. Hwang) – Soriano

Gelbe Karten: keine bzw. Miranda

Stimmen

Damir Canadi (Altach-Trainer): "Nach zwei Niederlagen in einer Woche war das ein ganz wichtiger Punkt, mit dem wir sehr gut leben können. Mit ein bisschen Glück hätte die Chance von Oberlin sogar zum Sieg geführt. Aber am Ende sind wir sehr zufrieden gegen eine starke Salzburger Mannschaft. Das Defensivkonzept war sehr wichtig, da hat die Mannschaft hervorragend dafür gearbeitet."

Oscar Garcia (Salzburg-Trainer): "Ich bin nicht mit dem Punkt zufrieden. Wir wollten gewinnen, wir waren die bessere Mannschaft. Aber es ist einfach schwierig hier in Altach, weil sie zwei Mauern vor dem Tor aufgebaut haben."

  • Louis Clement Ngwat Mahop (li.), das Spielgerät und Valon Berisha.
    foto: apa/dietmar stiplovsek

    Louis Clement Ngwat Mahop (li.), das Spielgerät und Valon Berisha.

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