RAI-Journalistin mit Kreuz an Halskette sorgt für Debatten in Italien

25. September 2016, 15:54
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Kritik von Atheisten – Solidarität von Rechtsparteien

Rom – Ein Kreuz an der Halskette einer TV-Moderatorin sorgt für heftige Debatten in Italien. Weil die Journalistin des öffentlich-rechtlichen Fernsehsender RAI 1 Marina Nalesso die Mittagsnachrichten am Freitag mit einem auffallenden Kreuz an der Brust moderierte, hagelte es Kritik. Die Moderatorin wurde beschuldigt, ihre Position als RAI-Moderatorin zu Zwecken der religiösen Propaganda zu missbrauchen.

Glaubensbekenntnis

Die blonde Moderatorin war bereits öfter mit Halskettenanhänger mit Bilder Jesu, oder der Muttergottes aufgetreten. "Ich trage das Kreuz aus Glauben und um diesen Glauben zu bezeugen", sagte sie. Der überzeugte Atheist und Politiker der Radikalen Partei Silvio Viale übte scharfe Kritik an der Journalistin. "Es ist pure Arroganz, die Nachrichten mit einem Rosenkranz am Hals zu moderieren", so Viale.

Die 43-jährige Venezianerin erhielt Rückendeckung von den Rechtsparteien. "Es ist ein Wahnsinn, wenn man jetzt angeprangert wird, weil man ein Kreuz am Hals trägt. Freiheit für unsere Symbole!", twitterte Lega Nord-Chef Matteo Salvini. "Das Kreuz ist Teil unserer Kultur als Italiener und Europäer. Wer sich wegen eines Kreuzes irritiert fühlt, der akzeptiert unsere Identität nicht und sollte woanders leben", betonte die Vorsitzende der Rechtspartei "Fratelli d ́Italia" (Brüder Italiens), Giorgia Meloni. (APA, 25.9.2016)

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