Kevin Spacey glaubt nicht an einen US-Präsidenten Trump

25. September 2016, 15:51
7 Postings

Der Präsident aus "House of Cards" sprach beim Oktoberfest in München über den "realen" Präsidentschaftskandidaten

München/Washington – Hollywood-Star Kevin Spacey ("House of Cards") glaubt nicht an einen US-Präsidenten Donald Trump. "Ich glaube nicht, dass er gewinnt", sagte der Oscar-Preisträger, der sich hinter die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton stellt, am Sonntag im Interview der Deutschen Presse-Agentur in München. Was passiere, wenn Trump doch gewinne, wolle er sich gar nicht ausmalen.

Frank Underwood aber, der fiktive, skrupellose US-Politiker, den Spacey in der Erfolgsserie "House of Cards" spielt, würde ihn aber wahrscheinlich unterstützen, meinte Spacey. "Er würde sich wahrscheinlich entschlossen hinter Donald Trump stellen, um ihn in die richtige Richtung zu schubsen."

Spacey am "Kotzhügel" beim Oktoberfest

Spacey war zu dem Start-up-Event Bits & Pretzels nach München gekommen, wo er die Eröffnungsrede hielt. Der Filmindustrie sei es mit Plattformen wie Netflix und Co. besser als der Musikindustrie gelungen, auf neue Technologien zu reagieren und von ihren zu profitieren. "Wir haben eine Lektion gelernt, die die Musikindustrie nicht gelernt hat."

Am Abend vorher hatte er das Oktoberfest besucht und in Lederhosen Bier getrunken. Von der Wiesn – und vor allem vom "Kotzhügel" hinter den Zelten, wo viele Besucher ihren Rausch ausschlafen – zeigte er sich schwer beeindruckt: "Wie ein überirdischer Friedhof."

Witze über Trump

Das Oktoberfest sei wahrscheinlich nur eine Entschuldigung, um unglaubliche Mengen Alkohol in sich hineinzuschütten. Außerdem sei er sehr verwundert über den Zeitraum: "Es hat mich überrascht, dass der größte Teil des Oktoberfestes im September stattfindet", sagte er. "Ich komme dann wieder, um beim Novemberfest Weihnachten zu feiern."

Eigentlich, so scherzte der 57-jährige Spacey, der den Beginn seiner Rede in der Rolle des Frank Underwood bestritt, hätten die Macher von Bits & Pretzels Trump als Eröffnungsredner gewinnen wollen. "Er wäre auch gekommen" – auch, weil Deutschland sich ja mit Mauern gut auskenne. (Trump hat angekündigt, für den Fall dass er US-Präsident wird, den Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko gegen illegale Einwanderung zu bauen.) "Aber dann hat er herausgefunden, dass München voll ist von dem, was er am meisten hasst: Ausländer."

  • Kevin Spacey spielte in "House of Cards" den Präsidentschaftskandidaten Frank Underwood.
    foto: reuters / carlo allegri

    Kevin Spacey spielte in "House of Cards" den Präsidentschaftskandidaten Frank Underwood.

Share if you care.