HSV feuert Labbadia, Gisdol übernimmt

25. September 2016, 12:31
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Hamburger ziehen Reißleine nach nur einem Punkt aus fünf Spielen – Zukunft von Werder-Interimscoach Nouri offen

Hamburg/Bremen – Der Hamburger SV hat die Konsequenzen aus dem Fehlstart in die neue Fußball-Bundesligasaison gezogen und Trainer Bruno Labbadia beurlaubt. Einen Tag nach der 0:1-Niederlage gegen den FC Bayern München und nach nur einem Punkt aus fünf Spielen gab der HSV via Twitter am Sonntag die Trennung von dem 50-Jährigen bekannt.

Als Nachfolger beim Klub des ÖFB-Teamspielers Michael Gregoritsch wurde wie erwartet der ehemalige Coach des Ligarivalen 1899 Hoffenheim Markus Gisdol bestellt. Hoffnungsträger Gisdol erhält bei der Hanseaten "auf eigenen Wunsch" zunächst nur einen Vertrag bis Juli 2017, teilte der HSV am Sonntag mit. Der 47-Jährige wird mit seinen Co-Trainern Frank Fröhling und Frank Kaspari am Montagnachmittag bereits die erste Einheit mit den Profis absolvieren. Sein Debüt auf der HSV-Bank feiert er am kommenden Samstag im Ligaspiel bei Hertha BSC.

Labbadia hatte den HSV am 15. April 2015 in nahezu auswegloser Lage übernommen und in der Relegation gegen den Karlsruher SC vor dem erstmaligen Abstieg aus der 1. Liga bewahrt. 2015/16 führte er den Verein auf Rang zehn.

Nach Investitionen von gut 30 Millionen Euro in neue Spieler ist die Erwartungshaltung aber stark gestiegen. HSV-Geldgeber Klaus Michael Kühne, der dem Klub den Großteil seiner Zugänge finanziert hat, gab Platz sechs bis acht als Ziel aus. Davon ist der HSV aktuell meilenweit entfernt. Saisonübergreifend ist er mit 20 Punkten aus 22 Spielen das schlechteste Bundesliga-Team des Jahres.

Am Samstag fielen die Hamburger auch hinter Werder Bremen zurück, das mit dem 2:1 über Wolfsburg den ersten Saisonsieg feierte. Ob nun Interimscoach Alexander Nouri noch länger eine Chance beim Verein von Zlatko Junuzovic, Florian Grillitsch und Florian Kainz bekommt, ließen die Werder-Verantwortlichen offen. (APA, 25.9.2016)

  • Das war abzusehen. Bruno Labbadia war einmal HSV-Trainer.
    foto: reuters/bimmer

    Das war abzusehen. Bruno Labbadia war einmal HSV-Trainer.

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