Auch in der NBA werden Proteste erwartet

23. September 2016, 17:35
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Die Profis wurden angewiesen, nur "sinnvolle Aktionen" durchzuführen

New York – Vier Wochen vor Beginn der Meisterschaft bereitet sich die National Basketball Association (NBA) auf mögliche Sportlerproteste wegen sozialer Missstände und Polizeigewalt gegen Schwarze vor. Laut US-Medien wurden gemeinsam mit der Spielergewerkschaft NBPA verschiedene Szenarien erarbeitet. NBA-Commissioner Adam Silver und NBPA-Geschäftsführerin Michele Roberts verfassten einen Brief, der an jeden Spieler geschickt wurde.

Die Profis wurden angewiesen, dass beide Seiten sich dazu verpflichten, nur "sinnvolle Aktionen" durchzuführen. Während der Trainingscamps der Teams vor dem Liga-Start am 25. Oktober sollen von den Akteuren Antworten gefunden werden.

Steve Kerr, Trainer der Golden State Warriors, rechnet mit Protesten. Der Meistercoach von 2015 befürwortet sie sogar. "Es spielt keine Rolle, auf welcher Seite man steht. Man sollte lieber angewidert sein von den Dingen, die da draußen passieren. Menschen sollen gegen Ungerechtigkeit öffentlich Stellung beziehen, solange es friedlich bleibt." Anders als beim American Football ist es in der NBA übrigens nicht erlaubt, während der US-Hymne zu knien.

Footballer Colin Kaepernick von den San Francisco 49ers hat es indes aufs Cover von Time geschafft. Der wegen seiner Protestaktionen beim Abspielen der Hymne angefeindete Quarterback ist auf der jüngsten Ausgabe kniend in seinem Dress abgebildet. Die zugehörige Schlagzeile lautet "The Perilous Fight" (der gefährliche Kampf), ein Zitat aus The Star-Spangled Banner. (red, 23.9.2016)

  • NBA-Boss Adam Silver hofft auf sinnvolle Aktionen.
    foto: ap/jeff chiu

    NBA-Boss Adam Silver hofft auf sinnvolle Aktionen.

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