HSV, Schalke, Bremen auf Jagd nach Erfolgserlebnissen

23. September 2016, 16:53
2 Postings

Hamburger bekommen Besuch von den Bayern, Schalke zu Gast in Hoffenheim, Werder gegen Wolfsburg

Hamburg/Bremen – Beklemmung, Nervosität, Unruhe. Schon vor dem fünften Spieltag sind einige deutsche Fußball-Bundesligisten akute Sorgenfälle. Beste Beispiele: der Hamburger SV, Schalke 04 und Werder Bremen. Das Traditionstrio ist sieglos, nimmt die Tabellenplätze 16, 17 und 18 ein. Ein Sieg der Bayern im Nord-Süd-Gipfel könnte das vorzeitige Job-Aus für HSV-Trainer Bruno Labbadia bedeuten.

Viele rechnen nach einem Remis und drei Niederlagen in Folge und den schwachen Vorstellungen der Mannschaft mit einem baldigen Trainerwechsel in Hamburg. Ex-Salzburg-Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer gab seinem Coach als Vorstandschef zuletzt keine Rückendeckung mehr und gestand: "Der Frust ist sehr groß." Labbadia blieb vorerst cool: "Ich kann nur sagen, dass ich komplett bei mir selbst bin."

Alaba vermutlich in Viererkette

Die Aufgabe für den HSV ist extrem schwer. Letztmals gab es gegen die Bayern am 26. September 2009 ein Erfolgserlebnis (1:0). Der Meister und Titelverteidiger wird am Samstag (15.30 Uhr) in der Abwehr mit Mats Hummels anstelle von Jerome Boateng auflaufen, wenn man die Worte von Trainer Carlo Ancelotti am Freitag richtig deutete. ÖFB-Mittelfeldspieler David Alaba dürfte seinen Platz links in der Viererkette relativ sicher haben.

Bremer mit dem Rücken zur Wand

Werder hat mit der Trennung von Viktor Skripnik bereits branchenüblich reagiert. Doch auch mit Interimscoach Alexander Nouri gab es gegen Mainz eine Niederlage, ergo steht der Arbeitgeber des ÖFB-Trios Zlatko Junuzovic, Florian Grillitsch und Florian Kainz weiterhin ohne einen einzigen Punkt da. Am Samstagabend (18.30) wartet zu Hause der VfL Wolfsburg.

Auf Schalke sind Maßnahmen wie in Bremen derzeit noch undenkbar – hat der Revierklub mit Markus Weinzierl doch erst zu Saisonbeginn seinen Wunschkandidaten verpflichtet. Doch auch die "Königsblauen", bei denen ein Startelf-Einsatz von Alessandro Schöpf höchst fraglich ist, sind noch ohne Punkt. Darunter leidet die Psyche. "Das wird die Aufgabe sein, die wir zu bewältigen haben, damit das Selbstbewusstsein nicht verloren geht", sprach Sportvorstand Christian Heidel. Das Gastspiel bei 1899 Hoffenheim am Sonntag (15.30) wird weitere Aufschlüsse über den Zustand der Mannschaft geben. (APA/dpa, 23.9.2016)

Share if you care.