Marathon: Der simple Plan heißt Weltrekord

23. September 2016, 14:24
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Der Kenianer Wilson Kipsang setzt sich für den Berlin-Marathon keine kleinen Ziele. Drei der vier schnellsten Läufer am Start

Berlin – Der Berlin-Marathon beeindruckt am Sonntag (Eliterennen ab 9.15 Uhr, live ARD) auch bei seiner 43. Auflage mit seiner Dimension. 41.283 Läuferinnen und Läufer, 185 Handbiker, 37 Rollstuhlfahrer und 5.445 Inlineskater sind gemeldet. Möglich, dass zum achten Mal an der Spree der Männer-Weltrekord fällt. Der Kenianer Wilson Kipsang hat einen simplen Plan dafür – wie er ihn schon 2013 umgesetzt hat.

Drei Jahre nach seinem ersten Coup zählt Kipsang erneut zu den heißen Favoriten. Und mit dieser Rolle kann der 34-Jährige ganz gut leben. "Für mich ist der Plan einfach: Ich laufe Weltrekord-Tempo", sagte Kipsang am Freitag auf einer Pressekonferenz in der Hauptstadt.

Der Kenianer hatte 2013 in der Weltrekordzeit von 2:03:23 Stunden gewonnen, im Jahr darauf setzte sein Landsmann Dennis Kimetto in 2:02:57 Stunden die bis heute gültige Bestmarke. Bereits sieben Mal zwischen 1998 und 2014 ist der Weltrekord auf dem superschnellen Flachkurs in der deutschen Hauptstadt schon geknackt worden.

Läufer der Superlative

Drei der vier schnellsten Läufer der Marathon-Geschichte werden auf der Straße des 17. Juni in der ersten Startreihe stehen: Kipsang (2:03:23 Stunden), Emmanuel Mutai (2:03:13) und der erst 21-jährige Äthiopier Tsegaye Mekonnen (2:04:32). Immerhin neun Asse haben die klassischen 42,195 km schon in 2:06 Stunden oder schneller absolviert.

Härteste Konkurrenten für den vierfachen Familienvater Kipsang sind neben Mekonnen und Mutai Äthiopiens Langlauf-Legende Kenenisa Bekele. Der erfolgreichste Bahnläufer der Welt startet zum ersten Mal bei einem Straßenlauf in Deutschland.

Für Olympia in Rio de Janeiro war Bekele nicht nominiert worden. "Natürlich war ich enttäuscht. Aber für mich ist Berlin jetzt keine Revanche, keine Rache. Ich will einfach zeigen, wie stark ich bin", erklärte der 34-Jährige vor seinem vierten Marathon-Antreten seit 2014. "Für mich zählt jetzt nur die Zukunft und der neue Tag", meinte der dreifache Olympiasieger und fünffache Weltmeister auf der Bahn.

Für einen Weltrekord gibt es 120.000 Euro: 40.000 Euro für den Sieg, 30.000 Euro Zeitprämie (wenn er unter 2:04 Stunden bleibt) – und der Weltrekord-Bonus von 50.000 Euro. Seit 2010 kam der Sieger beim schnellsten Stadtmarathon der Welt immer aus Kenia. (APA; 23.9.2016)

  • Marschiert wie eine Dampflok: Wilson Kipsang.
    foto: apa/afp/dpa/carstensen

    Marschiert wie eine Dampflok: Wilson Kipsang.

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    foto: apa/afp/dpa/jorg carstensen
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