NSA hält Diebstahl von Tools offenbar für "Fehler" von Mitarbeiter

23. September 2016, 10:00
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Dieser soll "unachtsam" agiert haben, wodurch Spionage-Werkzeuge entdeckbar waren

US-Behörden untersuchen momentan, wie geheime NSA-Spionagetools ans Licht der Öffentlichkeit gelangten konnten. Vor wenigen Wochen waren sehr komplexe Schadmechanismen im Netz publiziert worden, die Verantwortlichen hatten danach noch mehr Enthüllungen angekündigt. Wie Reuters berichtet, geht das FBI davon aus, dass ein "unachtsamer" NSA-Mitarbeiter die Tools unabsichtlich auf einem Server zurückgelassen hat, der ausspioniert werden konnte.

Kein Hinweis an Hersteller

Offenbar hat sich ein Mitarbeiter bereits zu diesem "Fehler" bekannt, und zwar bereits kurz nach dem Einsatz der Werkzeuge im Jahr 2013. So lange weiß die NSA also bereits, dass andere Hacker Zugriff auf die Tools gehabt haben – trotzdem wurden die IT-Konzerne Cisco und Fortinet, deren Produkte Lücken aufwiesen, die von der NSA missbraucht wurde, nicht auf fehlerhafte Produkte hingewiesen.

Die NSA verteidigt sich laut Insidern damit, dass sie "keinen Angriff" durch diese Cisco- und Fortinet-Lücken entdeckt habe. Trotz des Eingeständnis des Mitarbeiters sieht das FBI immer noch die Möglichkeit, dass andere Mitarbeiter die Tools ebenso offengelegt haben könnten. Hinter der Publikation der Schadprogramme werden russische Hacker vermutet. (red, 23.9.2016)

  • Die NSA teilte Cisco und Fortinet nicht mit, dass ihre Produkte Lücken aufwiesen – obwohl seit 2013 Spionagetools abrufbar waren
    foto: ap/semansky

    Die NSA teilte Cisco und Fortinet nicht mit, dass ihre Produkte Lücken aufwiesen – obwohl seit 2013 Spionagetools abrufbar waren

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