Opposition: Mehr als 100 Tote bei Protesten im Kongo

    22. September 2016, 16:43
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    Behörden hatten zuvor von 32 Toten gesprochen

    Kinshasa/Wien – Bei den anhaltenden Protesten in der Demokratischen Republik Kongo sind nach Angaben der Opposition schon mehr als 100 Menschen getötet worden. Ein Sprecher der Gruppe, die eine verlängerte Amtszeit von Präsident Joseph Kabila ablehnt, korrigierte damit Angaben der Behörden. Diese hatten am Vortag von nur 32 Getöteten gesprochen. Nach Angaben der Opposition hatte die Polizei mit scharfer Munition in die Menge gefeuert.

    Hintergrund der tagelang anhaltenden Kundgebungen ist die Entscheidung der Wahlkommission, geplante Präsidentenwahlen über den Dezember hinaus zu verschieben. Zu diesem Datum endet laut Verfassung die Amtszeit Kabilas, der nach zwei erfolgreichen Antritten nicht erneut kandidieren darf. Die Opposition wirft der Regierung vor, einen demokratischen Machtwechsel zu verschleppen und im Geheimen eine neue Kandidatur Kabilas vorzuschlagen. (mesc, red, 22.9.2016)

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      Ein ausgebranntes Fahrzeug nach den gewalttätigen Protesten in Kinshasa, der Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo.

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