"FIFA 17" ohne Island: EA bot "ungerecht wenig" Geld für Rechte

22. September 2016, 13:30
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Lizenz-Verhandlungen gescheitert – Deal "war nicht fair"

"Fifa 17" muss ohne Jubel-Choreographie der Isländer auskommen. Wie die BBC berichtet, sind die Lizenzverhandlungen zwischen "Fifa 17"-Publisher EA und dem Präsidenten des isländischen Fussballverbandes KSI gescheitert. Grund sei die viel zu geringe Summe, die EA den EM-Lieblingen angeboten hat.

Zu wenig Geld

Wie Geir Thorsteinsson der BBC mitteilte, sei die Verhandlung nicht fair abgelaufen. EA wollte Marken und Bildrechte der isländischen Fußballmannschaft für 15.000 Dollar abkaufen, das sind rund 13.500 Euro. Der Abtritt der Rechte inkludiert unter anderem die Verwendung von Logos und Spielergesichtern für das Spiel und das Cover.

Thorsteinsson vom KSI kritisierte EA, dass "sie unsere Rechte umsonst haben wollen. Ich denke, wenn wir unsere Rechte abtreten, oder unsere Rechte anbieten, dann müssen die Verhandlungen ordentlich ablaufen und faire Preise beinhalten."

"Nicht fair"

Für Thorsteinsson sei das aber nicht der Fall gewesen. Der KSI machte EA ein Gegenangebot, das aber abgelehnt wurde. "Die Performance bei der Europameisterschaft hat uns gezeigt, dass wir ein ziemlich gutes Team sind, und das Leute auch gerne mit unserem Team gespielt hätten. Es ist traurig für die Spieler."

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Video: Wir spielen "FIFA 17" und zeigen des Fußballkaisers neue Kleider

Dass es Publisher Electronic Arts am nötigen Kleingeld für die Lizenzen der isländischen Nationalmannschaft fehlt, wird wohl kaum der Fall sein. "FIFA" ist das erfolgreichste Sportspiel am Markt und gehört zu den Top 10 Franchises der Branche. "FIFA 16" soll sich laut Schätzungen der Seite VGChartz allein im Handel mehr als 16 Millionen Mal verkauft haben. (rec, 22.9.2016)

  • Fans müssen auf die isländische Nationalmannschaft verzichten.
    foto: afp

    Fans müssen auf die isländische Nationalmannschaft verzichten.

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