Staatspreis an STANDARD-Redakteur Klaus Taschwer

21. September 2016, 23:25
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Wissenschaftsminister würdigt "wissenschaftliche Exzellenz"

Wer ein Teil des "gesellschaftlichen Immunsystems" gegen Verdummung ist, darf auch als solcher gewürdigt werden: Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner überreichte STANDARD-Redakteur Klaus Taschwer am Mittwoch den Staatspreis für Wissenschaftspublizistik. Der Förderpreis ging an Marlene Erhart vom Magazin "Universum", Ulrike Schmitzer (Ö1) erhielt den Sonderpreis zur Unterstützung wissenschaftsjournalistischer Vielfalt.

"Die diesjährigen Preisträgerinnen und der Preisträger zeigen die Bandbreite journalistischer Exzellenz und stehen stellvertretend für die gute Arbeit, die in den Wissenschaftsredaktionen täglich geleistet wird", erklärte Mitterlehner. "Diese Qualität muss uns auch etwas wert sein und daher arbeiten wir konsequent an den entsprechenden Rahmenbedingungen und Strukturen. Gleichzeitig brauchen wir Medien, die diesem wichtigen Thema Raum geben", sagte der Minister.

Klaus Taschwer arbeitete nach dem Studium der Soziologie, Politikwissenschaft und Philosophie als freier Journalist und lehrte an den Universitäten Wien und Klagenfurt sowie an der FH Eisenstadt. Von 1997 bis 2009 gab er das Wissenschaftsmagazin "Heureka" (Falter Verlag) heraus, er war Mitbegründer und Co-Leiter des Universitätslehrgangs "SciMedia". Seit 2007 ist Taschwer Wissenschaftsredakteur bei der Tageszeitung DER STANDARD.

Im Frühjahr 2013 war er erster Journalist-in-Residence am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin. Taschwer verfasste Texte zur Wissenschaftsgeschichte Österreichs im 20. Jahrhundert. Im Zeitraum 2014/15 veröffentlichte er mehr als 400 wissenschaftliche Artikel für die Tageszeitung und derStandard.at, darüber hinaus das Buch "Hochburg des Antisemitismus. Über den wissenschaftlichen Niedergang der Universität Wien im 20. Jahrhundert" (Czernin) sowie einige wissenschaftliche Artikel für Fachpublikationen, vor allem zur Geschichte der Universität Wien.

Marlene Erhart begann 2006 nach dem Journalismus-Studium an der FH Wien ihre journalistische Laufbahn bei den Oberösterreichischen Nachrichten in der Lokalredaktion. Nach zahlreichen Praktika bei österreichischen Online- und Printmedien sowie der APA, arbeitete sie unter anderem als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Journalismus und Medienmanagement der FH Wien. Seit 2015 ist sie im Universum Magazin fest verankert. 2010 hat sie "Wie Gesetze entstehen" (Holzhausen) publiziert, darüber hinaus zahlreiche Artikel und Kolumnen in der "Wiener Bezirkszeitung", im "Profil" und im "Falter".

Ulrike Schmitzer studierte Publizistik und Kunstgeschichte an der Universität Salzburg und ist Redakteurin bei Österreich 1. Außerdem ist sie freie Filmmacherin und Autorin. Sie wurde mit zahlreichen Radiopreisen ausgezeichnet. Schmitzer ist Absolventin der Leondinger Akademie für Literatur 2008 und veröffentlicht in mehreren Literaturzeitschriften, darunter "Kolik", "Literatur & Kritik", "Salz". (red, 21.9.2016)

  • Staatspreis für Wissenschaftspublizistik: Klaus Taschwer, Marlene Erhart, Ulrike Schmitzer, Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner.
    foto: bmwfw/martin lusser

    Staatspreis für Wissenschaftspublizistik: Klaus Taschwer, Marlene Erhart, Ulrike Schmitzer, Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner.

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