Cup-Fiasko für Altach und Mattersburg

21. September 2016, 20:23
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0:3-Pleite für Vorarlberger in Ebreichsdorf, Mattersburg im Elferschießen out – Salzburg, Sturm und Austria weiter, Rapid nur 1:0 gegen Leobendorf

Wien/Mannsdorf/Ebreichsdorf/Bad Wimsbach – Titelverteidiger Red Bull Salzburg hat am Mittwoch beim 7:1 gegen Regionalligist Mannsdorf den 20. Sieg in Folge im ÖFB-Cup gefeiert. Sturm Graz ließ beim 5:0 in Bad Wimsbach ebenso keinen Zweifel am Aufstieg ins Achtelfinale auskommen. Altach musste hingegen nach einem 0:3 in Ebreichsdorf sensationell frühzeitig die Segel streichen.

Salzburg startete perfekt in die Zweitrunden-Partie, Marc Rzatkowski erzielte bereits in der zweiten Minute die Führung. Asger Sörensen (19.) und Hwang Hee-Chan (22.) sorgten noch vor dem Ehrentreffer des Ex-Rieders Casanova (25.) für klare Verhältnisse. Stefan Lainer und Munas Dabbur erhöhten noch vor Pausenpfiff (36.,43.). Der Israeli erzielte kurz vor Schluss sogar noch das 6:1 (85.). Der Schlusspunkt war jedoch Reinhold Yabo vorbehalten, der sein Pflichtspieldebüt im Dress der Salzburger gab. Der Deutsche war im Sommer 2015 von Karlsruhe gekommen, zog sich jedoch kurz darauf eine schwere Knieverletzung zu. Er verwandelte einen Elfmeter zum 7:1-Endstand.

Einen rabenschwarzen Tag erwischte der SCR Altach bei Regionalligist ASK Ebreichsdorf. Bereits nach einer halben Stunde lag die Elf von Damir Canadi 0:3 zurück. Sebastian Bauer (5.), Christopher Pinter (19.) und Marjan Markic (28.) erwischten die Vorarlberger auf dem komplett falschen Fuß. Der Underdog brachte das Ergebnis nach dem Traumstart über die Zeit.

Mit Ach und Krach

Sturm gab sich unterdessen beim 5:0 in Bad Wimsbach (OÖ-Landesliga) keine Blöße. Christian Schoissengeyr eröffnete den Torreigen vor der Pause, Kristijan Dobras machte den Aufstieg vorzeitig perfekt (57.). In der Schlussphase blieben die Grazer konsequent, ein Eigentor von Christoph Kronberger (70.) sowie Treffer durch Roman Kienast (80.) und Deni Alar (90.) ließen das Resultat deutlich ausfallen.

Rapid setzte sich auf dem Sportclubplatz gegen den SV Leobendorf 1:0 durch. Dabei blieben die Wiener, bei denen Steffen Hofmann von Beginn an spielen durfte, über weite Strecken vieles schuldig. Erst Christoph Schösswendter brachte Rapid auf die Siegerstraße (50.).

Vor allem in der ersten Hälfte war der Underdog aus der niederösterreichischen Landesliga zumindest ebenbürtig und fand die besseren Chancen vor. Ex-Rapidler Mario Konrad eröffnete in der 21. Minute die stärkste Phase der formellen Gastgeber, sein Abschluss ging jedoch nur ins Außennetz. Auch Martin Demic und Sasa Pantic, der mit einem Schuss von der Strafraumgrenze das von Jan Novota gehütete Tor nur knapp verfehlte, versäumten den Führungstreffer für die engagiert auftretenden Außenseiter (26.,45.).

Vor der Pause kam Rapid nur einmal wirklich gefährlich vor das Tor von Karl Heinz Gschwindl. Hofmann scheiterte jedoch aus aussichtsreicher Position (17.). Wesentlich besser war der Start in Hälfte zwei. Schößwendter war nach einem Eckball per Kopf zu Stelle und leitete so den Sieg ein. In der Schlussphase war der Favorit einem höheren Sieg näher als Leobendorf dem Ausgleich. Ein weiterer Treffer gelang jedoch nicht.

Verlängerter Arbeitstag

Die Austria entschied das kleine Wiener Derby bei der Vienna nach hartem Kampf mit 3:1 n. V. (1:1, 0:1) für sich. Olarenwaju Kayode, der die zwischenzeitliche Führung der Gastgeber egalisierte, brachte die Austria in der Verlängerung auf die Siegerstraße (107.), ehe Ismael Tajouri zum Endstand traf (117.).

Die Vienna ging durch Jannick Schibany in der 34. Minute nicht unverdient in Führung, wobei die Döblinger von einem katastrophalen Rückspiel von Tarkan Serbest zu Goalie Patrick Pentz, der kurzfristig Osman Hadzikic ersetzen musste, profitierten. Eine Rückgabe per Kopf geriet viel zu kurz, Schibany schaltete am schnellsten und umkurvte die etatmäßige Nummer drei im Tor der Veilchen.

Die Favoritner agierten in der ersten Hälfte offensiv zahnlos. Nach Wiederbeginn kam die Austria deutlich engagierter aus der Kabine. Der Ausgleich war zu diesem Zeitpunkt ebenso verdient wie umstritten. Nach einer Flanke von Christoph Martschinko stieg Kayode am höchsten. Sein Kopfball sprang von der Unterseite der Latte wohl knapp hinter die Linie, einen endgültigen Beweis dafür blieben aber auch TV-Aufnahmen schuldig.

Mattersburger Nerven

Die Vienna ließ sich durch den Rückschlag jedoch nicht aus dem Konzept bringen. Das Team von Hans Kleer fand zur Überraschung der rund 3.100 Zuschauer in der regulären Spielzeit weitere Möglichkeiten vor, die Sensation zu bewerkstelligen. Der Bundesligist agierte in der Defensive wie so oft in dieser Saison unsicher und ließ dem Regionalligisten viele Räume.

In der Verlängerung hatte die Austria das bessere Ende für sich. Eine gelungene Offensivaktion leitete den hart umkämpften Favoritensieg ein. Kevin Friesenbichler spitzelte den Ball in Bedrängnis auf den Flügel zu Alexander Grünwald, der in den Strafraum lief und mit einem überlegten Querpass Kayode perfekt in Szene setzte. Tajouri machte mit einem platzierten Schupfer ins lange Eck kurz vor Schluss alles klar (117.).

Christoph Monschein erzielte beim 3:1-Erfolg der Admira bei Regionalligist Ritzing alle Treffer der Südstädter (3., 17., 63.). Mattersburg musste sich nach torlosen 120 Minuten dem Regionalligisten SV Lafnitz mit 3:4 im Elfmeterschießen geschlagen geben, weil Mario Grgic und Alois Höller vom Punkt scheiterten, während alle Lafnitzer Schützen erfolgreich blieben. (APA, 21.9.2016)

ÖFB-Cups, 2. Runde, Mittwoch

SV Leobendorf (Landesliga NÖ) – SK Rapid Wien 0:1 (0:0)
Tor: Schösswendter (50.)

SK Bad Wimsbach (LL West) – SK Sturm Graz 0:5 (0:1)
Tore: Schoissengeyr (29.), Dobras (57.), Kronberger (70./ET), Kienast (80.), Alar (90.)

SC Mannsdorf (RL Ost) – Red Bull Salzburg 1:7 (1:5)
Tore: Casanova (25.) bzw. Rzatkoswki (2.), Sörensen (19.), Hwang (22.), Lainer (36.), Dabbur (43., 85.), Yabo (90./Elfmeter)

ASK Ebreichsdorf (RL Ost) – Cashpoint SCR Altach 3:0 (3:0)
Tore Bauer (5.), Pinter (19.), Matic (28.)

SC Ritzing (RL Ost) – FC Admira Wacker Mödling 1:3 (1:2)
Tore: Plank (40.) bzw. Monschein (3., 17., 63.)

SV Lafnitz (RL Mitte) – SV Mattersburg 4:3 i. E., 0:0 n. V.

Vienna (RL Ost) – FK Austria Wien 1:3 n. V. (1:1, 1:0)
Tore: Schibany (34.) bzw. Kayode (56., 108.), Tajouri (117.)

SC Schwaz (Regionalliga West) – FAC 0:1 (0:1)
Tor: Grbic (27.)

FC Kitzbühel (Tirol-Liga) – FC Blau-Weiß Linz 1:2 (0:1)
Tore: Richards (50.) bzw. Pecirep (22.), Falk (82.)

Union Gurten (Regionalliga Mitte) – Kapfenberger SV 2:4 (1:0)
Tore: Zirnitzer (35.), Feichtinger (73./Elfmeter) bzw. Schnaitter (52./Eigentor), Joao Victor (57./Elfmeter), Ritscher (81.), Arimany (87.)

SC Kalsdorf (Regionalliga Mitte) – LASK 1:2 (0:1)
Tore: Ulrich (61.) bzw. Gartler (4.), Otter (77./Eigentor). Rote Karte: Sedolli (95./Torraub/Kalsdorf)

TSV Hartberg (Regionalliga Mitte) – WSG Wattens 1:1 (1:0, 1:1) n. V., 4:5 i. E.
Tore: Tadic (29./Elfmeter) bzw. Jurdik (51./Elfmeter). Gelb-rote Karte: Steinlechner (81./Unsportlichkeit/Wattens)

Union St. Florian (Regionalliga Mitte) – SC Wiener Neustadt 0:3 (0:0) n. V.
Tore: Stefel (105.), Gschweidl (119., 120.)

SV Grödig (Regionalliga West) – SV Horn 2:2 (0:0, 1:1) n. V., 4:2 i. E.
Tore: Feiser (55.), Lukacevic (96.) bzw. Orsini (90.+3), Djordjevic (101./Elfmeter)

SKU Amstetten (Regionalliga Ost) – SC Austria Lustenau 2:2 (1:1, 2:2) n. V., 3:2 i. E.
Tore: Keusch (13./Freistoß), Lachmayr (90.+3) bzw. Haring (11.), Dwamena (81.)

Das Achtelfinale wird am Sonntag um 18.30 im ORF-"Sport am Sonntag" ausgelost.

  • Endstation für Altach.
    foto: apa

    Endstation für Altach.

  • Schösswendter rettet eine schwache Rapid.
    foto: apa/stiiplovsek

    Schösswendter rettet eine schwache Rapid.

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